Regionalsport

Mammutprogramm: 42 Spieltage

Archivartikel

Oberliga Baden-Württemberg: Für den TSV Ilshofen geht es im Feld von 21 Teams einzig und allein um den Klassenerhalt

Die Oberliga Baden Württemberg steht in der Saison 2020/21 vor einem Mammutprogramm mit 42 Spieltagen. Der Spielmodus mit Hin- und Rückrunde wurde nach Abfrage bei den Clubs mit großer Mehrheit befürwortet. Alternativ wäre eine Einfachrunde mit anschließender Meister- und Abstiegsrunde möglich gewesen.

21 Teams in einer Liga

Das Teilnehmerfeld besteht nun aus 21 Vereinen (Vorjahr 18). Der VfB Stuttgart II ist in die Regionalliga Südwest aufgestiegen. Aus den Verbandsligen kamen neu dazu der FC Astoria Walldorf II (Baden), FV Lörrach-Brombach (Südbaden) und die TSG Backnang (Württemberg). Statt der Relegation der Tabellenzweiten aus den Verbandsligen wurde als viertes Team der 1. FC Bruchsal per Quotientenregelung (Baden/Quotient 2,05 in 21 Spielen) zum Aufstieg in die Oberliga gemeldet. Gar nicht damit einverstanden waren der FSV Hollenbach (1,89 in 19 Spielen) und der Offenburger FC (1,94 in 18 Spielen), da sie sich benachteiligt sahen. Der Protest blieb aber erfolglos.

Vom Saisonabbruch hat der TSV Ilshofen profitiert. Als Vorletzter wäre man wohl abgestiegen. So geht Ilshofen ins dritte Oberliga-Jahr. Dario Caeiro, Vorsitzender Fußball Herren beim TSV Ilshofen, hat bei der Abfrage gegen eine „normale“ Hin-/Rückrunde gestimmt. „Es gibt kein freies Wochenende bis Dezember, an allen Feiertagen sind auch Spiele angesetzt“, sagt Caeiro. „Daher wäre eine Meister-/Abstiegsrunde sinnvoller gewesen. Sicher nicht, weil wir dadurch eine größere Chance auf den Klassenerhalt gehabt hätten, sondern weil wir mit der 42er-Runde nullkommanull Spielraum haben. Dabei denke ich nicht nur an eine mögliche zweite Corona-Welle, sondern auch an das Wetter.“

Spannende Herausforderung

Für Caeiro geht es nur um den Klassenerhalt. „Wir wissen, dass es eine spannende Herausforderung wird.“ Die finanziellen Möglichkeiten sind eingeschränkt und nicht mehr mit der Vorsaison vergleichbar. Doch für Caeiro sind auch andere Dinge wichtig. „Wir haben in unserem Kader ausschließlich geile Typen, die mir das Gefühl geben, dass sie Bock auf den Verein und die Oberliga haben. Das gilt auch für die Neuen. So haben beispielsweise die beiden Satteldorfer Michael Etzel und Michael Eberlein mit mir noch nie über Geld gesprochen. Sie und die anderen werden alles geben, mit Lust und Leidenschaft die Sache angehen.“

Als Topfavoriten gelten die Stuttgarter Kickers und der SGV Freiberg. Nach drei Jahren Oberliga wollen die Kickers endlich wieder raus aus der Fünftklassigkeit. Freiberg hat gewaltig aufgerüstet und ein komplett neues Team aufgestellt. Bis zu sieben Teams können direkt absteigen.