Regionalsport

Hoffnungsträger Celiscak

Landesliga Odenwald: Türkspor mit Ambitionen

Türkspor Mosbachs Trainer Erol Arslan und seine Mannschaft wollen besser werden. Mehr als der achte Tabellenplatz, wie in der abgelaufenen Saison, soll es in der anstehenden Runde schon sein. In die Spitzengruppe der Landesliga will er seine Mannschaft allerdings noch nicht einordnen. Da gebe es, wie er sagt, doch noch „zu viele Baustellen“ im Kader und bei den Stammspielern. Und dennoch: Den Verbleib in der Landesliga stellt Arslan an sich nicht in Frage.

Los gehen die Probleme bei Türkspor schon in der Vorbereitung und zum Start in die Verbandsrunde, denn just da sind viele der meist türkischstämmigen Spieler über mehrere Wochen in der Türkei in Urlaub. „Wenn wir die ersten Wochen einer Saison einigermaßen überstanden haben, bin ich meist schon heilfroh“, schmunzelt der 49-Jährige.

Es soll vorangehen, auch dieses Mal, aufwärts, aber in kleinen Schritten, wie Arslan betont. Alles andere wäre überzogen und utopisch. „Vorn“ wird es bei Türkspor in dieser Runde prekär. Wer denn dort die Dinger reinmachen soll, ist unklar, denn auf zwei, wie den stets torgefährlichen Belim Saljic oder Serdan Bakacak wird der Trainer nicht mehr bauen können. Die Lücke, die die beiden hinterlassen, ist entsprechend groß. „Wir müssen erst einmal sehen, wie wir das kompensieren können“. Das wird wohl auch die Frage für die Saison 2019/20 sein, und „hinten“ sah’s in der Vergangenheit bei Türkspor Mosbach nicht viel besser aus. Die Abwehr ist ein echtes Sorgenkind. „In der vergangenen Saison kassierten wir 75 Gegentore, das ist viel zu viel“, sagt der Trainer. In der Defensive muss sich also einiges tun, damit der Kasten am Ende sauberer bleibt. Der frühere Türkspor-Trainer Vedran Celiscak ist in der kommenden Saison wieder selbst als Akteur auf dem Platz zu sehen. Er soll und will eine zentrale Rolle im Mittelfeld spielen. „Mit seiner Erfahrung kann er ein wichtiger Baustein in unserer Mannschaft werden“, hofft Arslan.

Und vielleicht empfiehlt sich ja auch noch einmal der eine oder andere aus der „Zweiten“, die in der B-Liga kickt, für höhere Aufgaben, denn das erklärte Ziel für die Zukunft ist ausgegeben: Klassenerhalt – auf Dauer soll und muss es schon sein.