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Dreikampf im „Oberhaus“ erwartet

Archivartikel

Fußballkreis Buchen: Kein klarer Favorit auf den Kreisliga-Titel / Meisterschaft in A-Klasse geht wohl nur über SV Seckach

Etwa drei Wochen später als die Jahre zuvor startet der Fußballkreis Buchen in die Saison. Einen Vorteil hat dieser verspätete Start jedoch: Bis auf das Finale sind nun alle Partien des Kreispokals ausgespielt, so erspart man sich die Englischen Wochen während der laufenden Runde. In der Kreisliga zeichnet sich ein Dreikampf um die Meisterschaft zwischen dem TSV Buchen, der Spvgg. Hainstadt und dem TSV Götzingen/VfL Eberstadt ab, während in der A-Klasse der SV Seckach der große Favorit auf den Titel ist.

Kreisliga Buchen

„Es wird eng in der Kreisliga Buchen“, sagte Staffelleiter Christian Schmidt beim Staffeltag Anfang August im Bezug auf den straffen Spielplan im Oberhaus des Kreises. Aufgrund der Staffelstärke mit 18 Mannschaften wird an 34 Spieltagen gekickt, die letzten Spiele vor der Winterpause soll am 13. Dezember ausgetragen werden – elf Tage vor Weihnachten.

Doch nicht nur aufgrund des straffen Zeitplans dürfte es in diesem Jahr eng werden in der Kreisliga. Aus den Titel-Tipps der Konkurrenz ist kein klarer Favorit auf die Meisterschaft zu erkennen. Der TSV Buchen (9 Nennungen) führt die Liste vor dem TSV Götzingen/VfL Eberstadt (7) und der Spvgg. Hainstadt (6) zwar mit hauchdünnem Vorsprung an. Die Konkurrenz durfte auch mehrere Favoriten nennen. Es scheint sich also abzuzeichnen, dass es, anders als in der vergangenen Saison, als der FC Schloßau quasi einen „Start-Ziel-Sieg“ einfuhr, einen Dreikampf an der Tabellenspitze geben wird. Interessant ist hierbei, dass alle drei genannten Mannschaften einen neuen Trainer an der Seitenlinie haben: Antonio Lopez coacht den TSV Buchen, Andreas Beckmann gibt die Kommandos beim TSV Götzingen/VfL Eberstadt, und mit Christoph Meier bekommt Sebastian Lindau einen erfahrenen Partner bei der Spvgg. Hainstadt zur Seite gestellt. Wird nun ein Trainer in seiner ersten Saison gleich den Aufstieg schaffen?

Nicht außer Acht lassen sollte man jedoch den VfB Sennfeld/Roigheim und den TTSC Buchen. Als Saisonziel gaben die beiden Teams „einen Platz im gesicherten Mittelfeld“ an. Mit Blick auf die zurückliegende Saison, bei der sich der VfB und der TTSC zum Zeitpunkt des Abbruches unter den ersten Sechs befanden, scheint diese Prognose etwas zu tief gestapelt.

In dieser Spielzeit wird es vermutlich zum letzten Mal die Ausnahmeregelung mit Doppelnamen geben, ab der Saison 2021/22 muss ein neuer Verein gegründet werden. Die SG Hardheim/Gerichtstetten, bestehend aus dem SV Bretzingen, dem SC Erfeld, dem SV Gerichtstetten und dem TV Hardheim, macht in diesem Jahr noch von der Sonderregelung gebrauch. Jedoch plant man für das nächste Jahr die Gründung eines neuen Vereins – der „SG Erftal“. Zwar gab die Spielgemeinschaft als Saisonziel den Klassenerhalt an, dennoch zeigten sie bereits, dass man sich vor der Konkurrenz nicht verstecken muss: 4:3 gewann die Mannschaft des neuen Trainers Patrick Volk in der zweiten Pokalrunde gegen den Mitstreiter SV Osterburken, der seit dieser Saison von Marcel Baumann gecoachet wird.

Neben Hardheim/Gerichtstetten haben noch fünf andere Vereine das Ziel „Klassenerhalt“ angegeben, darunter die beiden Aufsteiger aus der Kreisklasse A, der VfB Altheim und die SpG Krautheim/Westernhausen. Spannend wird es demnach auch im Tabellenkeller, da drei Teams direkt ins Unterhaus absteigen.

Kreisklasse A Buchen

Vor der zurückliegenden Saison wurde prognostiziert, dass der Weg zur Meisterschaft nur über den VfB Altheim führt. Für die kommende Spielzeit zeichnet sich ein ähnliches Bild ab, dieses Mal steht der SV Seckach mit zehn Nennungen ganz oben auf der Tipp-Liste der Liga-Konkurrenz. Bei Saisonabbruch verpasste der SV Seckach nach der Quotientenregelung die Kreisliga knapp. Unter Trainer Lukas Geider, der nun in seine zweite Saison beim SVS geht, soll diesmal der direkte Aufstieg gelingen. Bei den Nennungen der Meister-Tipps taucht auch der FC Zimmern auf. Der Zweikampf um den Titel in der A-Klasse könnte also in einem Derby entschieden werden.

Zu den bisher fünf zweiten Mannschaften kamen noch die beiden Aufsteiger aus der B-Klasse, die Reserve der Spvgg. Hainstadt und die SpG Mudau/Schloßau II, hinzu.

Kreisklasse B Buchen

Erstmals geht die Kreisklasse B mit einem alternativen Spielmodus an den Start – der „doppelten Einfachrunde“. Nach einer regulären Hinrunde wird in Aufstiegs- und Platzierungsrunde geteilt. Das hat den Hintergrund, dass für die B-Klasse nur 16 Mannschaften gemeldet sind. Laut Christian Schmidt, Staffelleiter der Kreisliga, hätte man hier zwar teilen können, dann hätten alle Teams jedoch noch weniger Spiele gehabt. Von den 16 Mannschaften sind mit dem SV Leibenstadt, dem SV Buch/Brehmen und dem FC Eubigheim lediglich drei „Erste“ dabei. Der SV Buch/Brehmen und der FC Eubigheim werden neben dem TSV Buchen II von der Konkurrenz als Kandidaten auf den Meistertitel gehandelt. Für Aufsehen sorgte bereits der SV Buch/Brehmen gegen den Kreisligisten FC Donebach in der zweiten Runde des Kreispokals: Hier gewann das Team von Christian Körner-Engert überraschend mit 6:2.