Regionalsport

Bemerkenswerte Konstanz

Landesliga Odenwald: Beim SV Königshofen bleibt man weiter vorsichtig / Im Angriff wohl stärker

Wieder eine feste Bank für einen Platz im vorderen Mittelfeld dürfte der SV Königshofen werden. Das Landesliga-Urgestein findet sich regelmäßig in der Endabrechnung auf einem einstelligen Tabellenplatz ein. Seit 2002 klappte es nur in fünf Jahren nicht. Eine wirklich respektable Bilanz, wenn man berücksichtigt, dass erfolgreiche Teams immer die Aufmerksamkeit der Konkurrenz auf sich ziehen und regelmäßig gute Spieler verlieren.

Nur einmal, im Jahr 2008, verpassten die Messestädter hauchdünn den Klassenerhalt, um nach diesem „Betriebsunfall“ postwendend wieder in die Landesliga zurückzukehren. Ob es diese Ausnahme ist, die der Sportlichen Leiter Martin Michelbach „im Hinterkopf“ hat und die ihn zu einer verhalten optimistischen Prognose veranlasst? „Für uns heißt es nach wie vor, so schnell wie möglich die nötigen Zähler für den Ligaverbleib einzufahren, und da ist in diesem Jahr die magische Zahl 35. Wenn diese Punktezahl überschritten ist, kann man sich über neue Ziele unterhalten. Da lassen wir uns auch nichts einreden. Wir haben keine Übermannschaft, vielmehr müssen wir uns jeden einzelnen Punkt hart erarbeiten. Ich bin jetzt heuer 30 Jahre dabei und die Erfahrung zeigt, zu hochgesteckte Ziele bringen rein gar nichts. Sie führen eher zu einer viel zu hohen Erwartungshaltung, die letztendlich nicht umzusetzen ist.“

Es spricht auch für den Trainer Christian Moll, dass der Stamm der Mannschaft zusammenblieb, mit der man zuletzt Siebter wurde. Zudem wurde mit vielen jungen Spielern der Umbruch vollzogen, so dass sich die Messestädter, so Martin Michelbach, bei Neuverpflichtungen zurückhielten: „Zudem kehrte bereits in der Winterpause Ali Karsli wieder zurück. Ebenfalls wieder bei seinem Heimatverein ist Jonas Helbig, der von den A-Junioren des FSV Hollenbach kommt. Beide sind und werden für uns Verstärkungen offensiv wie defensiv sein.“

Im Vergleich zum Vorjahr sieht man in Königshofen eine noch ausgeglichenere Liga, „wobei Oberwittstadt und Lauda voran marschieren werden. Ansonsten kann wohl jeder jeden schlagen.“ Schon im letzten Jahr sorgte die Moll-Truppe für positive Schlagzeilen, als sie beim TSV Oberwittstadt mit 5:2 deutlich die Oberhand behielt und daheim sogar den hohen Favoriten aus Neckarelz mit 2:1 besiegte. Der einzige „Fehltritt“ der sonst so heimstarken Mannschaft war die 0:1-Heimniederlage gegen den späteren Absteiger SV Viktoria Wertheim.

Es ist schon bemerkenswert, wie konstant beim SVK gearbeitet wird, um regelmäßig ohne Aufstiegsambitionen das immer neue Abenteuer zu bewältigen, mit älteren und jüngeren Spielern auf dem Rasen eine gute Leistung als Mannschaft abzuliefern.