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Ändern soll sich gar nicht viel

Bundesliga: Hoffenheims neuer Cheftrainer will nur Details verändern / Rückkehrer Rudy

Es ist sicher nicht ganz fair, aber diese neue Bundesliga-Saison der TSG Hoffenheim, die zwölfte in der Clubhistorie, wird eine „Vergleichssaison“ werden. Spielweise, Entwicklung von Profis, Ergebnisse, Tabellenstände – die Fans werden zunächst einmal alles mit den „Julian-Nagelsmann-Jahren“ vergleichen. Alfred Schreuder, der neue Coach, hat hier also schon mal einen schweren Stand.

Aber der 46-Jährige, der einen Vertrag bis 2022 unterschrieben hat, plant keine Radikalkur. „An der Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen, wird sich nicht viel ändern, nur Details “, sagt er. Das sah man beim Saisoneröffnungsspiel gegen den FC Sevilla ganz deutlich. Zunächst setzte der Coach auf das 3-5-2, mit dem Hoffenheim in der vorletzten Saison und über weite Strecken auch in der vorigen erfolgreich unterwegs war. Gegen Ende aber sah man auch ein 4-3-3 – das „Ajax-Amstedam-System“. Für den Champions-League-Halbfinalisten arbeitete Schreuder zuletzt als Co-Trainer. Dem neuen TSG- Chefcoach geht es auch nicht ums System. Er drückte es nach dem Sevilla-Spiel so aus: „Die Grundordnung ist wichtig, nicht das System.“

Die Grundausrichtung ist indes klar: „Wir versuchen, immer anzugreifen“, sagt Alfred Schreuder, der seinen Bruder Jan-Dirk Schreuder als Co-Trainer mitgebracht hat. „Matze“ Kaltenbach und Pellegrino Materazzo sowie Torwarttrainer Michael Rechner sind aus dem „Nagelsmann-Staff“ geblieben .

Bei den Neuzugängen ragt Sebastian Rudy heraus. Er wurde von den Fans gleich mit viel Applaus empfangen. „Es ist ein gutes Gefühl. Ich habe hier sieben Jahre gespielt und gute Spiele gemacht und will jetzt noch bessere machen“, sagt der Nationalspieler. Er komplettiert das zentrale Mittelfeld, das Florian Grillitsch „auf der Sechs“ sieht. Rudy und Dennis Geiger begleiten die beiden „Achter-Positionen“. Der Mosbacher Geiger ist so etwas wie ein „interner Neuzugang“, war er doch fast die komplette vorige Saison verletzt.

Im Tor ist Oliver Baumann weiter die unumstrittene Nummer eins, davor verteidigen Vogt (Zentrum) und Hübner (links). Rechts in der Dreierkette gibt es mit Bicakcic, Adams, Posch und Akpoguma gleich vier Bewerber. Im rechten Mittelfeld ist Kaderabek gesetzt, links streiten Zuber, Stafylifdis und Brenet um den Startplatz. Grifo machte während der Vorbereitung in der Offensive auf sich aufmerksam, in der Kramaric gesetzt ist. Neuzugang Bebou überzeugte bisher noch nicht. Und da Belfodil verletzt ist, wird zu Beginn im Angriff der Schuh ein wenig drücken. Deshalb wird es umso wichtiger sein, die Defensive zu stabilisieren. Mehr „Zu-Null-Spiele“ würden der TSG gut tun.

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