Regionalsport

Abschied aus der Spitzengruppe

Archivartikel

Verbandsliga Nordbaden: Nach dem Weggang vieler Leistungsträger muss sich die Spvgg. Neckarelz neu orientieren / Gute Jugendarbeit als Basis

Wäre alles „mit rechten Dingen“ zugegangen, dann wäre die Verbandsliga Nordbaden 19 Mannschaften stark gewesen und die Spieler hätten in einer Mammutsaison 36 Begegnungen absolvieren müssen. Allerdings: Mit dem TSV Wieblingen und dem VfB Gartenstadt haben sich zwei Vereine freiwillig aus der Verbandsliga zurückgezogen. Dazu hat „der Odenwald“ mit dem FV Lauda als Meister der dortigen Landesliga und der danach aufstiegsberechtigte Zweite TSV Oberwittstadt auf den Aufstieg verzichtet. Somit startet die neue Spielzeit 2020/21 mit überschaubaren 16 Vereinen.

Auch die Spvgg. Neckarelz ist wieder dabei, allerdings steht im zweiten Jahr nach dem Aufstieg ein personeller Umbruch an. Unter anderem verabschiedeten sich mit Martin Rau (FC Speyer), Kevin Diefenbacher (FC Speyer) und Lukas Böhm (1. CfR Pforzheim) gleich drei Spieler in die Oberliga. Letztgenannter steuerten in der zurückliegenden Saison in 20 Spielen stolze zwölf Tore bei. Damit belegte der 25-Jährige in der Torjägerliste den dritten Platz. „Ich möchte mich einfach dieser neuen Herausforderung stellen“, begründete der Offensivspieler seinen Wechsel nach Pforzheim.

Klassenerhalt als Ziel

Zudem haben mit Pablo Hogen (Ziel unbekannt), Henrik Hogen (VfK Diedesheim), Robin Müller (VfK Diedesheim), Onur Satilmis (Türkspor Mosbach), Dennis Wissutschek (Türkspor Mosbach), Marius Tutea (VfR Heilbronn), Simon Fertig (VfR Heilbronn) weitere Spieler Neckarelz verlassen. Somit muss Cheftrainer Stefan Strerath erneut eine neue Mannschaft aufbauen. Aufgrund dieses Substanzverlusts sieht es so aus, als müsse der Ex-Regionalligist erst einmal kleinere Brötchen backen und sich aus der Spitzengruppe der Liga, in der er sich über weite Strecken der abgebrochenen Saison tummelte, verabschieden.

Der Schlüssel dabei soll unter anderem die eigene Jugendarbeit sein. So rücken Marcel Wodarz, Ugur Tuncbilek, Vleron Gjelay, Binak Elshanaj und Ibrahim Ilkin allesamt aus dem eigenen Nachwuchs in den Verbandsliga-Kader auf. Gleichzeitig stoßen mit Camara Mouha (FV Löchgau), Amin Yazji (TSG Öhringen), Nuno Silva (VfB Sennfeld/Roigheim) drei externe Neuzugänge dazu.

„Wir setzen auf unsere eigene Nachwuchsarbeit. Das ist unsere Herangehensweise. Generell ist in unserer Mannschaft Potenzial vorhanden. Auch was die Neuzugänge angeht. Nun geht es darum, dieses Potenzial freizulegen und am Ende das Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen“, analysiert Strerath die Ausgangslage.