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Basketball Crailsheim nimmt auch die Hürde in Vechta souverän / Bell-Haynes erzielt satte 23 Punkte

22:0-Spurt die Basis zum Erfolg

Archivartikel

Vechte – Crailsheim 81:98 (22:31/ 30:17/7:27/22:23)

Crailsheim: Bell-Haynes (23 Pkt), Stuckey (8), Lasisi (19), Highsmith (12), Bleck (8), Coleman (3), Caisin, McNeace (6), D. Kovacevic (2), Jones (17)

Die Hakro Merlins Crailsheim haben auch die Hürde in Vechta genommen. Die Gastgeber mussten sich in allen bisherigen Spielen geschlagen geben und gingen als Tabellenschlusslicht in das Duell. Am anderen Ende der Tabelle befinden sich „die Zauberer), die als Tabellenzweiter nach Niedersachsen reisten. In dem umkämpften Spiel legten die Crailsheimer einen 22:0-Spurt im dritten Viertel hin, welchen die Gastgeber nicht mehr konterten. Crailsheim setzte sich mit 98:81 durch die Siegesserie aus.

Crailsheims Trainer Tuomas Iisalo sagte: „Am Ende hat es gereicht, weil wir unsere zweiten Chancen genutzt haben und unsere Fastbreaks erfolgreich abgeschlossen haben. Aber mit meinem Job in der Vorbereitung auf dieses Spiel bin ich nicht zufrieden. Denn meine Spieler haben sich heute in vielen Phasen des Spiels zurückgelehnt, sie waren nachlässig in der Verteidigung. Aber wir haben in dieser Saison auch schon viele Spiele gewonnen, diese Erfahrung hat uns heute in den schwierigen Momenten geholfen. Dass es diese gibt, ist bei unserem jungen Kader auch ganz normal, denn in jungen Jahren ist man schon einmal etwas nachlässig. Aber es ist unsere Aufgabe als Coaches, das nicht zu akzeptieren. Somit ist das eine große Herausforderung für uns.“

Schnelle erste Auszeit

Wie zuletzt gegen Frankfurt standen Bell-Haynes, Stuckey, Highsmith, Bleck und McNeace in der ersten Fünf. Schon in der Anfangsphase war es immer wieder der überragend aufgelegte BBL-Topscorer Bell-Haynes, der die Defense der Gastgeber vor Probleme stellte. Mit seinen Punkten acht und neun schraubte er das Ergebnis auf 10:17 und zwang Vechtas Coach Thomas Päch zur ersten Auszeit (5.). Die Crailsheimer knüpften an die gute Verteidigungsarbeit aus dem Frankfurt-Spiel an.

Auch im zweiten Spielabschnitt verteidigten beide Kontrahenten leidenschaftlich. Bereits nach drei Minuten erreichten die Hohenloher jedoch die Foulgrenze, sodass fortan die Gastgeber zu Punkten von der Freiwurflinie kamen. Da nun Vechtas Angriffe immer häufiger den Weg in den Korb fanden, verkürzte der der Gastgeber nach 15 Minuten auf 35:39. Folgerichtig griff der finnische Headcoach Tuomas Iisalo der Crailsheimer zum Timeout. Wieder war es eine gute Defensivarbeit von Highsmith, der den Weg zum Dreier von Jones ebnete. In der Phase des Spiels waren die Gastgeber jedoch von der Dreierlinie extrem effizient, sod ass Vechta in der 17. Spielminute erstmals die Führung übernahm (43:42). Bell-Haynes und McNeace mussten in diesem Abschnitt lange auf der Bank Platz nehmen, weil sie bereits drei Fouls gesammelt hatten. Rasta nutzte die Schwächephase der Zauberer aus und zogen aggressiv zum Korb. Ganze elf Punkte erzielten die Niedersachsen in diesem Viertel von der Freiwurflinie. Somit ging es mit 52:48 für die Hausherren in die Kabinen.

Wie im ersten Durchgang erzielte McNeace die ersten Zähler für die Merlins. Kurz darauf brüllte sich Kapitän Fabian Bleck die Seele aus dem Leib, als er mit fünf schnellen Punkten die Führung zurück auf die Crailsheimer Seite brachte (54:55). Nun scheiterten die Gastgeber auch des Öfteren von Downtown, die wichtigen Defensiv-Rebounds holten meist die Crailsheimer. Nach zwei erfolgreichen „Dreiern“ von Elias Lasisi erhöhten die Merlins auf 54:65.

Zehn Punkte im dritten Viertel

Nach acht gespielten Minuten im zweiten Durchgang nahm Thomas Päch seine nächste Auszeit. Bis dahin erzielte sein Team gerade einmal zwei Punkte nach dem Seitenwechsel. In der Phase drehte Lasisi richtig auf. Der Belgier erzielte zehn Punkte alleine im dritten Viertel.

Nach dem Dreier von Jones und den Fastbreak-Punkten von Bell-Haynes zogen die Crailsheimer wieder auf 20 Punkte davon (55:75). Vor dem Schlussviertel stand es 75:59 für die Gäste.

Und dieser begann mit dem fünften Foul von Tim Coleman, der das restliche Spiel von der Bank aus ansehen musste. Von den vielen Foul-Problemen ließen sich die Merlins allerdings nicht beeinflussen. Jetzt zeigten sie sich auch hochprozentig von der Dreierlinie. War die Quote zur Halbzeit nur bei 25 Prozent, schraubten die Treffer von Stuckey und Bleck diese nach 32 Minuten auf 50 Prozent. Sechs Minuten vor der Schlusssirene musste auch McNeace mit seinem fünften Foul auf der Bank Platz nehmen. Gleiches Schicksal ereilte in der 36. Minute Highsmith. Doch auch davon ließen sich „die Zauberer“ nicht beirren. Nach zwei Freiwurftreffern von Geburtstagskind Dejan Kovacevic endete die Partie mit 81:98. Die Zauberer verdienten sich allen voran durch das gute dritte Viertel den achten Saisonsieg und bleiben Tabellenzweiter der easyCredit BBL. anu