Ravenstein

Bürgerhilfe Ravenstein Fahrdienst für ältere Mitbürger angeboten / Nachwuchsfindung gestaltet sich schwierig

Vorstand einstimmig wiedergewählt

Hüngheim.Die ordentliche Mitgliederversammlung der Bürgerhilfe Ravenstein eröffnete der Vorsitzende Hartmut Laser beim Brunnenwirt in Hüngheim. Zu Beginn wurde der fünf verstorbenen Mitglieder gedacht.

Mobilität erhalten

In seiner Begrüßungsansprache erläuterte Laser, warum es den Verein gebe und was in der Vergangenheit für die Mitglieder geleistet wurde: „Wir wollen die Mobilität unserer älteren Mitbürger erhalten. Es ist nicht immer ganz einfach von Ravenstein zum Facharzt, beispielsweise nach Mosbach oder Bad Mergentheim, zu kommen. Deshalb sind unsere Mitglieder dankbar, wenn sie den Fahrdienst der Bürgerhilfe nutzen können. Arzttermine lassen sich bei den beschränkten Fahrzeiten nicht immer mit öffentlichen Verkehrsmitteln koppeln. Wir, die Bürgerhilfe, haben diese Problematik in Ravenstein frühzeitig erkannt und deshalb unseren Verein gegründet.“ Damit sei man in der Lage, ältere Bürger ausschließlich mit privaten Fahrzeugen zum Arzt, zu Anwendungen oder auch zum Einkaufen zu fahren. Die Problemlage des Versicherungsschutzes bei einem Unfall sei dabei jedoch eine große Baustelle. „Die Stadt Ravenstein hat unseren Antrag vom 15. Februar 2019, sich an den Versicherungsschutz für Fahrten der Bürgerhilfe zu beteiligen, mit der Begründung abgelehnt, dass eine pauschale Versicherung aller Risiken über deren Versicherer nicht möglich sei. So müssen wir unseren Fahrdienst auf eigenem Risiko betreiben“, erklärte der Vorsitzende.

Der Rechenschaftsbericht des Vorstands wurde von Laser mit dem Rückblick auf das vergangene Jahr vorgetragen: „Wir können stolz auf unsere Arbeit sein und finden auch außerhalb von Ravenstein erstklassige Anerkennung und Aufmerksamkeit. Mit dem Tombola-Erlös des Sommerfestes und einer Aufstockung durch die Bürgerhilfe unterstützten wir den Kindergarten mit einer Sachspende.“

Im Jahr 2020 mussten wegen der Corona-Pandemie die Stammtischtermine und alle anderen Veranstaltungen abgesagt werden, so Laser weiter. „Wir konnten nur beschränkt unsere Hilfeleistungen durchführen, weil alle älteren Mitglieder einem besonderen Risiko ausgesetzt sind.“

Umsichtig gewirtschaftet

Hildegard Laser berichtete anschließend als Schriftführerin über die Ergebnisse der Mitgliederversammlung des letzten Jahres. Brigitte Lampén-Schuh stellte den Kassenbericht mit dem Hinweis vor, dass die Bürgerhilfe umsichtig gewirtschaftet hat. Die Revisoren Heiner Hofmann und Clemens Walz haben die Kasse geprüft und bescheinigten der Schatzmeisterin eine einwandfreie Kassenführung. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig.

Die aktivsten Mitglieder des vergangenen Jahres wurden vom Vorsitzenden Hartmut Laser lobend erwähnt. Heiner Hofmann habe sich besonders aktiv als Fahrer für die Mitglieder eingesetzt. Er führte im vergangenen Jahr 23 Fahreinsätze durch.

Laser sprach allen aktiven Helfern seinen Dank aus. „Ohne diese fleißigen Ehrenamtler, wäre eine Bürgerhilfe in Ravenstein gar nicht möglich,“ meinte der Vorsitzende in seiner Laudatio.

Die Vorstandswahlen wurden von Clemens Walz durchgeführt,wobei es g folgendes Ergebnis gab: Vorsitzender bleibt Hartmut Laser, stellvertretender Vorsitzender wird Achim Ulrich-Dietlein, Schatzmeisterin bleibt Brigitte Lampén-Schuh, zur Schriftführerin wurde Hildegard Laser ernannt, Beisitzer sind Herbert Schuh und Henk Verwoerd, zu den Revisoren wurden Clemens Walz und Heiner Hofmann gewählt.

Im Ausblick auf die kommenden Jahre wurden von Hartmut Laser einige Bedenken geäußert: „Wir haben bedauerlicherweise keinen Nachwuchs. Unsere aktiven Mitglieder werden immer älter, irgendwann können sie keine Hilfe mehr leisten. Wenn sich auch in Zukunft keine Nachfolger finden, die den Verein unterstützen und aktiv weiterführen, müssen wir befürchten das die Bürgerhilfe stirbt“.