Ravenstein

Tiefe Gräben vor der Wahl

Archivartikel

Daniela Käflein zur Bürgermeisterwahl in Ravenstein

Was ist denn eigentlich los in Ravenstein? Wenige Tage vor der Bügermeisterwahl gibt es heftige Auseinandersetzungen in der Flächengemeinde. Amtsinhaber Hans-Peter von Thenen wird mit vielen Vorwürfen konfrontiert, reagiert mit Rückzug und erscheint nicht zur Kandidatenvorstellung. Die Gräben sind tief.

So viel steht fest: Hans-Peter von Thenen, der sich am Sonntag, 1. Dezember, zur Wiederwahl stellt, hat es mit drei Herausforderern zu tun. Der amtierende Schultes hat vermutlich Fehler gemacht. Gleiches gilt aber auch für einige der Gemeinderäte. Wer sich dann noch in Wortwahl und Ton vergreift, egal, ob in den Sozialen Netzwerken oder im direkten Gespräch, trägt massiv zur schlechten Stimmung bei.

Für Außenstehende ist es in diesen Tagen schwierig, den Überblick zu behalten, zwischen Wahrheit und Gerücht zu trennen, zu verstehen, wer mit wem nicht mehr kann und warum.

Ob der 50-jährige Amtsinhaber, der von außen kam, bei der herrschenden politischen Klasse in Ravenstein, die im Hintergrund die Fäden in der Hand hält, jemals eine wirkliche Chance hatte, sei dahingestellt.

Aber unabhängig vom Wahlausgang werden die Ravensteiner, werden der Gemeinderat und die Gemeindeverwaltung alle Hände voll damit zu tun haben, um das Geschehene aufzuarbeiten, Fehler und Versäumnisse zu analysieren und im besten Fall für ein neues, harmonischeres Zusammengehörigkeitsgefühl zu sorgen.

Eine Aufgabe, die im Übrigen in der Flächengemeinde auch ohne Querelen groß genug wäre. Schon nach der letzten Bürgermeisterwahl in Ravenstein, bei der Horst Weber überraschend abgewählt wurde, war das eine Hausaufgabe. Erledigt ist sie bis heute nicht.

Bereits damals haben die Ravensteiner gezeigt, dass sie für eine Überraschung gut sind und dass die Zeit nicht stillsteht. Es bleibt also spannend.

 
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