Ravenstein

Herbstabschlussübung im Sägewerk Nied Brand eines Schaltschranks als Ursache angenommen / Kleinere Mängel bei „Manöverkritik“ besprochen

Schlagkräftig in Ravenstein präsent

Archivartikel

Das Sägewerk Nied diente im diesem Jahr als Brandobjekt für die gemeinsame Herbstabschlussübung der Ravensteiner Feuerwehr, an der mehr als 60 Feuerwehrleute teilnahmen.

Ravenstein. Als Übungsszenario bei der Herbstabschlussübung in Ravenstein wurde der Brand eines Schaltschranks im Gebäude mit drei verletzten und vermissten Mitarbeitern angenommen. Erfreulich war, dass an dieser realistisch geplanten Übung zahlreiche Ortschafts- und Gemeinderäte der Stadt teilnahmen und sich einen Eindruck über den Zustand der Feuerwehr verschafften.

Einsatzkräft schnell vor Ort

Als Vertreter der Stadt waren die beiden stellvertretenden Bürgermeister Silvia Zipf und Karl-Peter Maurer anwesend.

Nach der Alarmierung durch die Sirene und die Meldempfänger um 15.30 Uhr waren wenige Minuten später die Einsatzkräfte der Abteilungen aus Oberwittstadt und Ballenberg mit ihren Einsatzfahrzeugen am Übungsobjekt eingetroffen. Nach einer kurzen Einsatzbesprechung begannen die Kameraden der beiden Abteilungen Ballenberg und Oberwittstadt mit dem „Erstangriff“, führten die ersten Löscharbeiten aus und die Atemschutzträger führten die Menschenrettung der im Gebäude befindlichen verletzten Personen durch, die sich durch die starke Rauchentwicklung in der Produktionshalle als sehr schwierig erwies.

Die Wehrmänner der Abteilung Hüngheim unterstützten ihre Kameraden, welche zudem die Riegelstellung (Verhinderung einer Brandausbreitung) aufbauten. Die Abteilungen aus Unterwittstadt, Erlenbach und auch Hüngheim waren für die Wasserentnahme aus dem offenen Gewässer zuständig und bauten eine mehrere hundert Meter lange Versorgungsleitung zur Wasserförderung zum Brandobjekt auf. Sie waren zudem für die Absicherung des Straßenverkehrs zuständig.

Die drei verletzten Mitarbeiter der Firma Nied konnten nach einer 20-minütigen intensiven Suche durch die Atemschutzgeräteträger schließlich gefunden und aus dem Übungsobjekt gebracht werden, wo sie in einem Nebengebäude durch die Wehrmänner der Abteilung Ballenberg betreut werden, da Mitglieder des DRK-Ortsvereins Ravenstein an dieser Herbstübung nicht teilnehmen konnten.

„Feuer aus“ nach einer Stunde

Auch die Feuerwehr aus Merchingen hatte sich an der Übung nicht beteiligt. Nach gut einer Stunde intensivem Üben konnte der Befehl „Feuer aus“ gegeben werden.

In der anschließenden „Manöverkritik“ wurde der Verlauf der Herbstübung und der festgestellten kleineren Mängel nochmals eingehend besprochen.

Stadtkommandant Sven Klohe bedankte sich bei den mitwirkenden Feuerwehrleuten für ihre Übungsteilnahme sowie ihre Bereitschaft und das Engagement in der Feuerwehr.

Sein Dank galt auch den anwesenden Ortschafts- und Gemeinderäten für das entgegengebrachte Interesse an der Übung und deren erfolgreichem Verlauf. Klohe überbrachte die Grüße von Bürgermeister von Thenen, der leider nicht anwesend sein konnte. Sein besonderer Dank galt auch den Firmeninhabern Hartmut und Beate Nied für die Nutzung des Sägewerkes als Übungsobjekt sowie der anschließenden Bewirtung der Teilnehmer. Im Anschluss an die Übung konnten die Wehrmänner bei einer Führung durch Hartmut Nied das Sägewerk besichtigen.