Ravenstein

Gemeinderat Ravenstein tagte Neue Schulleiterin Jessica Birkenmaier stellte sich vor / Termin für die Amtseinführung des neuen Bürgermeisters festgelegt

Ralf Killian wird am 5. März verpflichtet

Archivartikel

In seiner ersten Sitzung im neuen Jahr legte der Gemeinderat Ravenstein unter anderem den Termin für die Verpflichtung des neuen Bürgermeisters Ralf Killian fest.

Oberwittstadt. Auf der umfangreichen Tagesordnung der Gemeinderatssitzung im Gemeinschaftshaus standen daneben Bauanträge (siehe weiteren Bericht auf dieser Seite), die Zustimmung zur Wahl und Bestellung des Stadtkommandanten sowie Informationen zur Flüchtlingsunterbringung.

Zudem stellte sich die neue Rektorin der Grundschule, Jessica Birkenmaier, dem Gremium vor. Bürgermeister von Thenen, der die Sitzung leitete, freute sich über die große Anzahl interessierter Zuhörer, die zur Sitzung gekommen waren.

Die Amtseinführung und Verpflichtung von Bürgermeister Ralf Killian wird auf Beschluss des Gemeinderates in der Gemeinderatssitzung am 5. März um 19.30 Uhr im Gemeinschaftshaus Oberwittstadt erfolgen. Die Verpflichtung wird Karl-Peter Maurer vornehmen, der dafür einstimmig gewählt wurde. Als Besoldung für den neuen Bürgermeister legte das Gremium die Besoldungsgruppe A 15 fest.

Kommandanten bestellt

In der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesamtfeuerwehr Ravensteins am 29. Dezember in Oberwittstadt wurde Christian Albrecht zum neuen Stadtkommandanten und Tobias Volk als sein Stellvertreter gewählt.

Nach der bestehenden Feuerwehrsatzung sind beide vom Gemeinderat in diesem Amt zu bestätigen, was einstimmig erfolgte. Bürgermeister Hans-Peter von Thenen bedankte sich beim seitherigen Kommandanten Sven Klohe, der dieses Amt seit dem Jahr 2012 innehatte und nun aus privaten Gründen aufgeben musste. Der Bürgermeister überreichte zum Abschied eine Urkunde und ein Präsent der Stadt.

Informationen zur Flüchtlingsunterbringung in Ravenstein waren das nächste Thema. Er habe, so von Thenen, diesen Punkt auf die Tagesordnung genommen, um die bestehende Situation darzustellen.

32 Flüchtlinge sind gemeldet

Im Rahmen der Anschlussunterbringung seien 32 Flüchtlinge gemeldet, davon sind 13 Personen vor Ort und wohnen in verschiedenen Häusern, die von der Stadt angemietet wurden. Nach den Vorgaben müsse man aber Wohnraum für die gemeldeten Flüchtlinge vorhalten. Einen Platz habe man noch in Reserve. Der Bürgermeister bedankte sich beim Helferkreis Asyl für die großartige Unterstützung und die vielfältige Betreuungsarbeit. Die ehrenamtlichen Helfer übernehmen auch Fahrdienste. Als kleines Zeichen des Dankes überreichte er den Helfern ein Präsent der Stadt.

Lob für den Helferkreis

Die Leiterin des Helferkreises, Edith Farago, wünschte sich mehr Unterstützung aus der Bevölkerung, sei es bei der Betreuungsarbeit, bei den alle zwei Monate stattfindenden Treffen oder bei den Fahrdiensten. Wie sie sagte, sei erstaunlicherweise dort, wo die meisten Flüchtlinge wohnen, in Oberwittstadt, kein Helfer da, der die Arbeit unterstützt, sei es zu Einkaufsfahrten, zu Besuchen oder bei der Unterstützung zur Bewältigung der Bürokratie.

Über jede Hilfe und Unterstützung würde man sich sehr freuen. Lobend wurde die Arbeit des Helferkreises auch vom Gemeinderat anerkannt.

Die bisher vakante Schulleiterstelle in der Grundschule Merchingen wurde im Dezember vergangenen Jahres, wie der Bürgermeister berichtete, neu besetzt. Darüber sei man sehr froh. Zur neuen Schulleiterin wurde Jessica Birkenmaier bestellt, die von Hans-Peter von Thenen in der Sitzung begrüßt wurde. Weiter überreichte er einen Blumengruß.

Wie Jessica Birkenmaier in ihrer kurzen Vorstellung sagte, war sie nach mehreren schulischen Stationen seit dem Jahre 2012 im Lernhaus in Ahorn als Lehrerin tätig und hatte sich dann im vergangenen Jahr auf die Schulleiterstelle in der Grundschule Merchingen beworben. Sie freue sich auf eine gute Zusammenarbeit.

Unter „Verschiedenes“ gab der Bürgermeister noch die in nichtöffentlicher Sitzung gefassten Beschlüsse sowie von ihm am 20. Dezember getroffene Eilentscheidungen bekannt. Die vorgenommene Brandschutzbegehung im Schloss habe ihn zum kurzfristigen, schnellen Handeln gezwungen.

Brandschutz für das Schloss

Die Firma Dogemus (Radebeul) wurde mit der Planaufnahme des Schlosses beauftragt, deren Kosten sich auf rund 8900 Euro belaufen. Das Ingenieurbüro Prechta (Billigheim) erstellt mit einem Kostenaufwand von 21 000 Euro das erforderliche Brandschutzkonzept und die Firma Meiteck (Mosbach) werde eine provisorische Brandmeldeeinlage für 50 000 Euro ins Schlossgebäude einbauen.

Diese drei Maßnahmen waren aufgrund der Verfügung der Brandschutzanforderung durch das Landratsamt Mosbach vom 2. Dezember und der anschließenden Begehung notwendig. Die Ausgaben dienen einzig und alleine dem ordnungsgemäßen Betrieb des Schlosses, der Schlosssäle, der Vereinsräume und der Poststelle und der Gefahrenabwendung im Interesse der Nutzer.

Die Alternative wäre, so von Thenen, die sofortige Untersagung des Schlossbetriebes gewesen. Sobald die vergebenen Maßnahmen erledigt seien, könne mit der Gesamtkonzeption „Brandschutz Schloss“ begonnen und das weitere Vorgehen mit Nutzung und Kosten besprochen werden.

Für den Zentralkindergarten Oberwittstadt war es ebenfalls notwendig, eine Eilentscheidung zu treffen.

Garderobe für den Kindergarten

Es wurde der Einbau einer Garderobe für 11 000 Euro in Auftrag gegeben, da sonst nicht gewährleistet gewesen wäre, dass eine dritte Gruppe, die im bestehenden Mehrzweckraum untergebracht wird, ihren Betrieb wie geplant zum 1. März aufnehmen kann.

In der Fragestunde wollte Gemeinderat Clemens Walz nähere Informationen über die ausgearbeitete Satzung mit den in der Stadt bestehenden Jugendclubs. Nach der Bürgerfragestunde schloss sich ein nicht-öffentlicher Teil an.