Ravenstein

Ortschaftsrat in Merchingen Drei Bauanträge einstimmig beschlossen / Unzureichende Beschilderung im Ort

Neue Ruhebänke werden demnächst aufgestellt

Merchingen.Die nächste gemeinsame Aktion zum neuen Projekt „Merchingen gemeinsam gestalten – mach mit“ wird die Aufstellung neuer Ruhebänke in der Gemarkung sein, beschloss der Ortschaftsrat in seiner Sitzung im Schlosssaal, zu der Ortsvorsteherin Anne-Katrin Kämmer die Zuhörer begrüßte.

Mehr Wohnraum in Merchingen

Auf der umfangreichen Tagesordnung standen drei Bauanträge. Bei zwei handelte es sich um die Sanierung und Umbauten bestehender Wohngebäude, wodurch ohne zusätzlichen Flächenverbrauch mehr Wohnraum im Stadtteil Merchingen entsteht. Beide vorgelegten Bauanträge wurden vom Ortschaftsrat einstimmig genehmigt. Einleitend zum dritten „fliegenden Baugesuch“ stellte die Ortsvorsteherin Kämmer die artgerechte Tierhaltung in mobilen Hühnerställen vor und ging auf deren Bedeutung für eine ökologische Lebensmittelwirtschaft ein. „Dies entspricht dem Wunsch nach mehr Regionalität und der steigenden Nachfrage nach immer mehr biologisch erzeugten Lebensmitteln bei den Verbrauchern“, so Kämmer.

Bei dem Bauantrag ging es um zwei mobile Hühnerställe mit jeweils 225 Legehennen, die auf verschiedenen Flurstücken auf der Gemarkungsfläche Merchingen, außerhalb des Ortsbereiches errichtet und mit einem mobilen Elektrozaun eingefriedet werden sollen. Die Versetzung der Stätte erfolgt im wechselnden Turnus je nach Vegetation. Dem Bauvorhaben „Mobile Hühnerställe“ stimmte der Ortschaftsrat ebenfalls einstimmig zu.

Anschließend gab die Ortsvorsteherin Informationen zu verschiedenen Themen, wie die weiterhin dringende Suche nach Unterkünften für die Unterbringung von Asylsuchenden.Zudem informierte sie, dass es Hinweise bezüglich unzureichender Beschilderung im Ort gab, um die sie sich kümmern wird.

Zahlreiche Ideen gesammelt

Das Projekt „Merchingen gemeinsam gestalten – mach mit“ war erneute ein Thema. Bereits in der letzten Sitzung vor rund vier Wochen wurden zahlreiche Ideen und Anregungen gesammelt. Dazu zählt die Gestaltung an der „Mettelwiese“ mit Sofaliegen, eine öffentliche Bücherzelle, eine Mitfahrbank, der Vorschlag von Patenschaften für Obstbaumpflege oder die Aufstellung der Ruhebänken an geeigneten Standorten, aber auch Pflegeaktionen von Grünflächen und der von Bürgern mehrfach geäußerte Wunsch nach einer Grillhütte. An einer Anschauungstafel können die Besucher die Standorte der neuen Ruhebänke betrachten.

Die Ortsvorsteherin bedankte sich bei Benjamin Unangst und Michael Deuser für die Anfertigung eines großen Plakates. Sobald die Lieferung der neuen Ruhebänke erfolgt sei, werden alle Ortschaftsräte diese bei einem gemeinsamen Einsatz aufstellen. Freiwillige Helfer sind zu dieser Aktion ebenfalls herzlich willkommen.

In diesem Zusammenhang dankte Anne-Katrin Kämmer ihrem Stellvertreter Tobias Vogt, der bereits aktiv wurde und sich der Ruhebank am Pumphaus annahm, welche nun in einem frischen Anstrich zum Ausruhen einlädt.

In der anschließenden Bürgerfragestunde wurde das Problem mit dem anhaltenden Trend zu „Schottergärten“ angesprochen, welche ökologisch nachteilig sind, da sie den Tieren und Pflanzen weder Nahrung noch Lebensraum bieten. Es wurde darum gebeten, gerade bei zukünftigen Neubauten von Wohnhäusern darauf hinzuweisen, dass solche Gärten nicht mehr angelegt werden sollen.

Weitere Anliegen der anwesenden Bürger waren verschiedene Verkehrsthemen wie Geschwindigkeitsmessungen in der Akazienstraße und ein Stoppschild am Unfallschwerpunkt der Kreuzung Eichenstraße/Akazienstraße. Die Bürger gaben weitere Beispiele, zu der nach ihrer Meinung unzureichenden Beschilderung im Ort. Insbesondere fehle ein Hinweisschild zum Friedhof für Nicht-Ortskundige. Sie baten gleichzeitig um eine Optimierung der Orientierungshilfen auf den Fahrradwegen durch Kennzeichnung der Gemarkung von Merchingen, Zielwegweisern und Bodenmarkierungen. Aus dem Ortschaftsrat wurde zudem angemerkt, dass nicht nur Straßennamen fehlen son-dern an vielen Häusern die Hausnummern nicht gut erkennbar seien, was nicht nur für die Zusteller der Post, sondern auch bei Notfällen wichtig sei. F