Ravenstein

Gemeinderat Ravenstein tagte Seniorenwohnanlage kann kommen / Viele Schachtdeckel defekt / Bürgermeisterwahl

Kandidaten stellen sich am 20. November vor

Archivartikel

Oberwittstadt.Mit einer überschaubaren Tagesordnung, darunter der Festlegung des Termins einer öffentlichen Bewerbervorstellung für die Bürgermeisterwahl, befasste sich der Gemeinderat. Sie findet am Mittwoch, 20. November, um 19 Uhr im Schloss in Merchingen statt.

Zahlreiche Zuhörer

Zahlreiche interessierte Bürger waren zur Gemeinderatssitzung nach Oberwittstadt gekommen. Da Bürgermeister von Thenen etwas später gekommen war, eröffnete die Sitzung seine Stellvertreterin Silvia Zipf mit Grußworten. Danach übernahm Bürgermeister von Thenen die Leitung. Die Anerkennung der Niederschrift der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 25. September, verlesen durch Hauptamtsleiterin Kerstin Nunn, wurde ohne Anmerkungen einstimmig genehmigt.

Innerhalb der Gemarkung Ravenstein sind zahlreiche Schachtdeckel, wie Kämmerer Marcus Wägele sagte, in einem sehr desolaten Zustand, so dass diese einer umgehenden Sanierung bedürfen. Für die Umsetzung der Maßnahme noch in diesem Jahr wurden 24 sanierungsbedürftige Schachtdeckel ermittelt, die in verschiedenen Stadtteilen liegen.

An drei Firmen wurden Ausschreibungsunterlagen versandt. Das preisgünstigste Angebot gab die Firma Beck GmbH aus Bad-Rappenau zum Brut-topreis Preis von 18.969 Euro ab, das den einstimmigen Zuschlag erhielt. Die erforderlichen Bauarbeiten, so versi-cherte der Kämmerer auf Nachfrage eines Gemeinderates sollen noch in diesem Jahr ausgeführt werden. In der Kostenberechnung ist ein Betrag von 50 000 Euro berücksichtigt, der für 60 Schachtanlagen vorgesehen war. Der nicht verbrauchte Anteil soll für die Arbeiten 2020 vorgesehen werden.

Die Bürgermeisterwahl am 1. Dezember tritt langsam in die „heiße Phase“ ein und war auch Thema in der jüngsten Sitzung. Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Durchführung einer öffentlichen Bewerbervorstellung am Buß- und Bettag, 20. November, um 19 Uhr im Schloss in Merchingen durchzuführen.

Nachdem Bürgermeister von Thenen in diesem Punkt befangen war, hatte er den Sitzungstisch verlassen und den Vorsitz zur Erläuterung dieses umfangreichen Punktes seinem Stellvertreter Karl Peter Maurer übergeben, der die festge-legten Regularien vorstellte.

Jedem zugelassenen Bewerber werden maximal 15 Minuten Redezeit zur Verfügung gestellt. Die Bewerber dürfen sich in der Reihenfolge vorstellen, in der sie auf dem Stimmzettel aufgeführt sind. Für die Vorstellung sind technische Hilfsmittel nicht zugelassen. Im Anschluss an die Einzelvorstellung der Bewerber haben nur Bürger der Stadt Ravenstein Gelegenheit, Fragen an die Bewerber zu stellen, wobei pro Bürger höchstens zwei Fragen an den Kandidaten zugelassen werden. Die Dauer der Fragestunde ist auf 90 Minuten begrenzt.

Bei einer eventuellen Nachwahl findet keine erneute Bewerbervorstellung statt, auch nicht bei neuen Bewerbern. Gemeinderat Albert Gramling informierte darüber, dass dieser Termin, der am Feiertag stattfindet, mit der evangelischen Kirchengemeinde abgesprochen wurde. Der abendliche Gottesdienst wird bereits um 18 Uhr stattfinden und rechtzeitig beendet sein.

Information zur Poststelle

Unter dem Punkt „Informationen“ informierte Bürgermeister von Thenen zur Problematik der örtlichen Poststelle, die bereits in der letzten Sitzung behandelt wurde. Zwischenzeitlich habe ein Gespräch mit Vertretern der Post stattgefunden, wo dieses Thema eingehend diskutiert wurde. Lösungen sind angedacht, die wahrscheinlich mit der Änderung der Öffnungszeiten einhergehen werden.

Mit der geplanten Südlink-Trasse, deren Streckenverlauf durch das Gemarkungsgebiet Ravenstein führen soll und viele Bürger betroffen sind, sprach der Bürgermeister ein „heikles Thema“ an. Die Stadt hatte eine vom Gemeinderat beschlossene „Alternativtrasse“ vorgeschlagen. In einem Gespräch wolle man über den derzeitigen Stand informiert werden. In einem vergangenen Gespräch, das sich am Ende als nicht „sehr konstruktiv“ herausstellte, gingen die Vertreter von „Suedlink“ nicht auf die Alternative ein, sondern reichten bei der Bundesnetzagentur ihren ursprünglich geplanten Trassenverlauf zur Genehmigung ein. Auf die vorgetragenen Argumente der Stadt sei man bei „Südlink“ nicht eingegangen, denn man wolle am ursprünglich geplanten Trassenverlauf nicht rütteln.

Der Bürgermeister zeigte sich über die Umgangsart mit der Stadt sehr verärgert und sagte, dass hier das letzte Wort noch nicht gesprochen sei.

In der Fragestunde gab es Seitens der Gemeinderäte einige Wortmeldungen zu den Themen der vorgenommenen Brandschutzprüfung an den öffentlichen Gebäuden der Stadt, zum Stand des geplanten Umbaus der Pumpenstation in Oberwittstadt, zum geplanten Feuerwehrkonzept und zur Erweiterung des P + R Platzes in der Nähe der Autobahn, wo sich nichts bewege und zum Stand der geplanten Seniorenwohnanlage.

„Der Bauantrag ist fast fertiggestellt, eine Ausgleichsfläche ist aber noch zu schaffen, alle vorgebrachten Bedenken bei der Offenlegung sind ausgeräumt und die Anlage kann kommen“, sagte Ratschreiber Friedlein. Ein nichtöffentlicher Teil schloss sich an. F