Ravenstein

Ortschaftsrat Ballenberg Mehrere Großprojekte in der Sitzung angesprochen / Brücke in der Graf-Eberstein-Straße soll saniert werden / Ausbau der Zehntscheuer-Zufahrt geplant

Haushaltsgenehmigung sorgt für Verzögerungen

Archivartikel

Ballenberg.Eine umfangreiche Tagesordnung hatte der Ortschaftsrat Ballenberg in seiner Sitzung im Gasthaus „Zum Ochsen“ abzuarbeiten, zu der zahlreiche interessierte Zuhörer gekommen waren. Im Mittelpunkt stand ein Sachstandsbericht über die noch in diesem Jahr geplanten Maßnahmen im Ravensteiner Stadtteil sowie der Haushaltsplan für 2020, für den der Ortschaftsrat zahlreiche gewünschte Großprojekte zur Realisierung anmeldete.

Bereits im Frühjahr geplant

Wie Ortsvorsteher Clemens Walz hier erläuterte, wurde der diesjährige Haushalt vom Gemeinderat erst in seiner Sitzung am 25. September genehmigt. Viele Maßnahmen, die im Frühjahr geplant wurden, können nicht mehr umgesetzt werden, so Walz. Als Beispiel nannte er die umfangreich geplante Sanierung von Feldwegen. In den drei restlich verbleibenden Monaten dieses Jahres sollen aber noch folgende Maßnahmen im Stadtteil Ballenberg realisiert werden: das Streichen der Fenster im Bürger- und im alten Rathaus, neue Eingangstüren für die Wohnungen im Falkenbergerhaus, wie auch die notwendige Reparatur der Heizung im Bürgerhaus und die Reinigung der dortigen Lüftungsanlage und die Planung für die Platzgestaltung der Zufahrt zur Zehnt-scheune.

Laut Ortsvorsteher Walz hatte Kämmerer Marcus Wägele eine Übersicht über die geplanten Großprojekte angefordert. Bereits im August wurde der Kämmerei eine Vielzahl an Vorschlägen übermittelt wie die Renovierung der Brücke in der Graf-Eberstein-Straße mit einem Plansatz von 70 000 Euro. Dort sind die Seitenbereiche und der Unterbau der Brücke zu sanieren sowie ein neues Geländer anzubringen. Diese Maßnahme, so der Ortsvorsteher, wurde schon seit mehreren Jahren immer wieder aus Kostengründen verschoben. Zumindest eine Teilrenovierung wird vom Ortschaftsrat als dringend erforderlich erachtet.

40 000 Euro für Zehntscheuer

Für den Ausbau der Zufahrt zur Zehntscheuer wurden 40 000 Euro veranschlagt. Im Zuge dieser Baumaßnahme sollen auch noch die restlichen Flächen zum Eingang der Zehntscheuer und der Kelter angelegt werden. Ein Gestaltungsvorschlag wurde bereits mit der Freiwilligen Feuerwehr und dem Jugendclub ausgearbeitet. Weitere Wünsche sind die Renovierung von städtischen Gebäuden, die Erschließung von weiteren Bauplätzen im Neubaugebiet, die Planung eines Radweges von Ballenberg nach Unterwittstadt und die Feldwegunterhaltung mit 50 000 Euro, die aus dem Etat 2019 herausgenommen und ins neue Haushaltsjahr verschoben wurde.

Neuanstrich im Bürgerhaus

Weitere Vorschläge wurden noch vom Ortschaftsrat aufgenommen und beschlossen. So sieht das Gremium nach über 20 Jahren einen Neuanstrich im unteren Saal des Bürgerhauses als erforderlich. Zudem seien Fenster im ehemaligen Rathaus auszutauschen, ein neuer Anstrich der Blockhütte und Lander-werb vorzunehmen sowie ein Beamer für das Bürgerhaus anzuschaffen.

Der Ortschaftsrat stimmte diesen einzelnen Maßnahmen zu. Walz wies aber vorsorglich darauf hin, dass die Wünsche des Ortschaftsrates mit den finanziellen Möglichkeiten der Stadt abgestimmt werden, müssen. Final entscheidet schließlich der Gemeinderat.

Zustimmung für Sammelbehälter

Das Aufstellen von Hundeklo-Behältern war ein weiterer Tagesordnungspunkt. Wie der Ortsvorsteher sagte, wurde er von einer Hundebesitzerin angesprochen, ob es nicht möglich sei, die Sammelbehälter aufzustellen. Seitens der Ortschaftsräte wurde dieser Vorschlag begrüßt. Für die Leerung der Behälter, so Walz, wäre die Stadt zuständig. Einstimmig beschlossen wurde, dass am Multifunktionsweg nach Erlenbach und am Feldweg in Verlängerung der Stadtstraße (Richtung Aussiedlerhof nach Oberndorf) je zwei solcher Sammelbehälter aufgestellt werden.

Keinen Beschluss fasste der Ortschaftsrat beim Thema „Verkehrstechnische Regelungen“. Grund für diesen Tagesordnungspunkt war die Anfrage von Ortschaftsrat Daniel Straßwiemer, ob es nicht sinnvoll sei, Tempo-30er-Zonen für ausgewählte Straßen auszuweisen. Prinzipiell, so Walz, müsse dies mit den Anliegern besprochen werden, wobei es am besten wäre, diese würden einen Antrag stellen. Bisher wurden dieser jedoch nicht gestellt und daher bestehe auch kein aktueller Handlungsbedarf. Eine Anfrage aus dem Ortschaftsrat war, ob das Freischneiden der Bachufer durch die Gemeinde erfolgt. Dieses Frage will der Ortsvorsteher mit der Gemeinde abklären und die Antwort bei der nächsten Sitzung bekanntgeben.

Weiter informierte Walz darüber dass das Streichen der Wände in den beiden Vorräumen der Leichenhalle sowie der Einbau der Sanitärinstallation in Kürze erfolgen wird. Zudem fragte der Ortsvorsteher nach, ob noch ein Bedarf an neu zu pflanzenden Bäumen im Stadtteil besteht oder ob kranke Bäume gefällt werden müssen und eine Neuanpflanzung erforderlich ist. Er schlug vor, die Zierobstbäume am Brunnen in der Kurmainzstraße zu fällen und durch andere Bäume zu ersetzen. Hierzu gab es aber vom Ortschaftsrat keinen Beschluss. Wie bereits beschlossen, soll das Blumenbeet am Denkmal der Gefallenen beider Weltkriege neu bepflanzt werden. Dies wird unter Mitwirkung des Ortschaftsrates erfolgen. Als Termin, der noch rechtzeitig bekanntgegeben wird, ist Ende Oktober vorgesehen. F