Ravenstein

Ortschaftsrat Oberwittstadt tagte Dritter Bauabschnitt in der Lessingstraße soll im Oktober fertiggestellt werden / „Leader“-Antrag genehmigt

Dorfplatz vor Gemeinschaftshaus geplant

Oberwittstadt.Mit einer umfangreichen Tagesordnung befasste sich der Ortschaftsrat in seiner jüngsten Sitzung im Gemeinschaftshaus, zu der Ortsvorsteher Erhard Walz auch Bürgermeister Ralf Killian begrüßte. Er informierte zuerst über den derzeitigen Stand der Dorfflurneuordnung und die damit verbundenen Bauarbeiten im Stadtteil Oberwittstadt, wo aktuell am dritten Bauabschnitt in der Lessingstraße gearbeitet wird.

Nach der Fertigstellung von Kanal und Wasserleitung wird jetzt im dortigen Straßenbereich das Planum, die Oberfläche hergestellt. Danach beginnen die Arbeiten für die Verlegung der Strom- und Telekomkabel, die voraussichtlich drei Wochen andauern. Mit Ende der Fertigstellung des dritten Teils wird im Oktober gerechnet. Dann soll auch die Asphaltdecke aufgetragen werden.

Ausbau weiterer Straßen

Danach werden die Arbeiten im vierten Abschnitt in der Lessingstraße fortgesetzt, die nach jetzigem Plan im kommenden Jahr beendet werden. Darüber hinaus sollen noch bis 2023 weitere Straßen im Stadtgebiet ausgebaut werden. Außerdem soll die Neugestaltung eines Dorfplatzes vor dem Gemeinschaftshaus erfolgen. Die „Grobplanungen“ werden derzeit vorgenommen, so dass noch dieses Jahr die Förderanträge gestellt werden können. „Wichtig ist zudem, den sogenannten ,Gänsbuckel’ noch auszubauen, der von vielen Bürgern genutzt wird“, so der Ortsvorsteher. Das werde nach Meinung von Walz aber nicht billig. Noch nicht ausgebaut ist auch ein Teilstück der Herderstraße bei der Einrichtung „Tiger“, was ebenfalls noch geschehen soll. Am dort fertiggestellten Abschnitt muss noch der Randstreifen mit Gras eingesät werden. Wer diese Arbeiten ausführt, muss noch geklärt werden.

Über einen „erfreulichen Punkt“ berichtete Stefan Weber. Der zum zweiten Male gestellte Antrag zur Bezuschussung einer Seilbahn und eines Sonnensegels im Rahmen des „Leader“-Aktionsprogrammes wurde genehmigt. Die Kosten für die geplanten Anschaffungen belaufen sich auf rund 11 000 Euro, der zugesagte Zuschuss beträgt 5300 Euro.

Der Restbetrag wird über die Gemeinde sowie von Spenden von örtlichen Vereinen finanziert. „Es ist fraglich, ob der Aufbau der Spielgeräte noch in diesem Jahr erfolgen kann, da diese noch bestellt werden müssen“, so Weber. Geplant ist eine kleine Einweihungsfeier.

Danach befasste sich das Gremium mit der Festlegung der Standorte für die Aufstellung von vier Ruhebänken. „Drei Sitzgelegenheiten wird man von der Stadt erhalten, eine weitere über die Flurneuordnung“, erklärte der Ortsvorsteher, der dem Gremium verschiedene Standorte vorschlug, die dann vom Ortschaftsrat genehmigt wurden.

Eine ausführliche Information gab Ortsvorsteher Walz zum Projekt „Toni“,der geplanten Breitbandversorgung des Stadtteils durch die BBV Deutschland. „Die neue Glasfaserleitung ist Stand der Zukunft, an der kein Weg vorbeiführen wird“, sagte Walz. Es ist geplant, an jedes Haus und die Aussiedlerhöfe ein Glasfaserkabel zu legen. Es werden 290 Vorverträge benötigt. Erst dann starten die Bauarbeiten, die bis 2023 abgeschlossen werden sollen.

Eine durchgeführte Werbeaktion mit dem TSV Oberwittstadt bezeichnete Walz als „sehr erfolgreich“. Wie der Ortsvorsteher anmerkte, sollten die Werbemaßnahmen für dieses Großprojekt bereits im August anlaufen, bisher ist aber noch nichts zu sehen. Ein Werbebanner soll vor dem Gemeinschaftshaus aufgestellt werden. Er bat die Bevölkerung, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Dies könne nur von Vorteil sein. Unter dem Punkt „Informationen aus dem Ortschaftsrat“ berichtete Ortsvorsteher Walz über das Ergebnis einer durchgeführten Verkehrsschau, in der nicht allen vorgebrachten Vorschlägen des Ortschaftsrates zugestimmt wurde. Ein weiteres Thema war die Sanierung der Feldwege. Nach einem Beschluss des Stadtrates wird Oberwittstadt erst 2022 berücksichtigt.

Wasserschäden im Rathaus

Sanierungsbedarf besteht im ehemaligen Rathaus, in dem in verschiedenen Räumen Wasser eingetreten ist. „Die Schäden sollten daher beseitigt werden“, sagte der Ortsvorsteher. Die defekten Schachtdeckel in verschiedenen Straßen wurden aufgenommen und der Stadt gemeldet. Die Kosten für die Behebung sollen im Haushalt 2021 aufgenommen werden. Walz erinnerte daran, dass der örtliche Jugendraum „Farrenstall“ eine Auszeichnung erhalten soll. Die Preisverleihung erfolgt durch den Landrat am 1. Oktober um 18 Uhr im Gemeinschaftshaus.

Der Ortsvorsteher teilte noch mit, dass Oberwittstadt im Jahre 2025 das 1250-jährige Ortsjubiläum feiern könne. Die Vorbereitungen zu einem großen geplanten Fest werden bald beginnen. Weiteres Thema war die Zuweisung von Asylbewerbern an die Stadt, die demnächst erfolgen soll und deren Unterbringung geklärt werden muss. Deshalb wird für diesen Personenkreis eine weitere Unterbringungsmöglichkeit gesucht. Leerstehende Wohnungen und Häuser, die für diesen Zweck geeignet sind, sollten der Stadtverwaltung gemeldet werden.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ informierte Walz darüber, dass man das Thema „Steinableseplatz“ alsbald angehen solle, ebenso wie verschiedene Straßenbanketten an Straßen, die abgefräst werden sollen. F