Ravenstein

Ortschaftsrat tagte in Merchingen Stadt will Gebäudekonzept für leerstehende Häuser erarbeiten / Den Stadtteil aktiv gestalten und weiterentwickeln

Direkter Dialog mit den Bürgern in Merchingen erwünscht

Archivartikel

Merchingen.Erneut tagte der Merchinger Ortschaftsrat in einer öffentlichen Sitzung im Saal des Schlosses, zu der Ortsvorsteherin Anne-Katrin Kämmer neben Bürgermeister Ralf Killian erneut eine große Anzahl interessierter Bürger begrüßte.

Überlegungen zu Gebäuden

Nach der Genehmigung des Protokolls der Sitzung vom 19. Mai informierte die Ortsvorsteherin zum Thema Gebäudekonzept. Die öffentlichen Gebäude im Ortsteil Merchingen sind derzeit alle, bis auf „Mariannes Blumenlädle“, in Nutzung. Das geplante Gebäudekonzept wurde bereits in einigen Ortsteilen besprochen, wobei es sich aber dort vorwiegend um leerstehende öffentliche Gebäude handelt, sagte Kämmer.

In Merchingen werde es zu den öffentlichen Gebäuden ebenfalls Überlegungen geben. Das hänge jedoch davon ab, welche Lösung für die Grundschulerweiterung angedacht ist. Auch zum „Blumenlädle“ in der Akazienstraße, das erst seit einiger Zeit ebenfalls ungenutzt ist, könne sich der Ortschaftsrat nunmehr seine Gedanken machen, meinte die Ortsvorsteherin, die anschließend über die wichtige Themen aus der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte.

Die geplante Waldbegehung werde voraussichtlich Anfang Oktober stattfinden. Zum flächendeckenden Glasfaserausbau mit dem Ziel, dass die Breitbandversorgung in 27 Gemeinden ausgebaut wird, sei eine Vorstellung des Projektes in der Juli-Sitzung geplant.

Mit den Waldumwandlungserrichtungen liegen nun alle Genehmigungen für die geplante Park & Ride Platz-Abschlussstelle vor. Jetzt gehe es in die Vorplanung.

Wohnraum für Asylanten

Wie Kämmer weiter sagte, werde dringend weiterer Wohnraum für Asylanten benötigt, denn Ravenstein sei verpflichtet, noch zehn weitere Flüchtlinge aufzunehmen. Ende des nächsten Monats sollen sieben zugewiesen werden, für die bisher noch keine Unterkünfte in Ravenstein gefunden wurden.

Für das geplante Sonnensegel auf der „alla hopp!“-Anlage können nunmehr, nach Klärung aller Fragen, Angebote eingeholt werden. Die Zuständigkeiten für den Wohnmobilplatz wurden geklärt. Das Unkraut in der Kessach muss nicht mehr entfernt werden. Der anwesende Bürgermeister Ralf Killian ergänzte hierzu, dass dadurch keine Gefahr von Überschwemmungen drohe.

Aktuelle Förderaktion vorgestellt

Beim nächsten Punkt stellte die Ortsvorsteherin die aktuelle Förderaktion, den Ideenwettbewerb „Gemeinsam Schaffen“ des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg vor.

Es geht darin um die Dorfgemeinschaft, den Dorfzusammenhalt, generationsübergreifende gemeinsame Projekte und um die Begegnungen zwischen Menschen. Bewerbungen zu diesem Programm können bis 31. Juli abgegeben werden. Der Umsetzungszeitraum wäre bis zum Jahr 2022.

Die Ortsvorsteherin hob hervor, dass Förderprogramme, gerade für den ländlichen Raum, eine Unterstützung seien und regte an, die Möglichkeit zu nutzen, denn es sei bereits für viele Kommunen finanziell eine große Herausforderung, die Pflichtaufgaben zu erfüllen. Erfreulich sei auch, dass in Ravenstein durch Sponsoren neue Ruhebänke möglich sind. Unter dem Tagesordnungspunkt „Merchingen gemeinsam gestalten – mach mit“ ging es in der Sitzung um die Frage, was man zukünftig gemeinsam im Merchingen bewegen möchte, um den Stadtteil aktiv zu gestalten und weiter zu entwickeln. Hierbei zählte die Ortsvorsteherin zahlreiche Aktivitäten im Ort auf, bei denen sich Bürger bereits ehrenamtlich engagieren. Erste Ideen zur Weiterentwicklung wurden bereits gesammelt, wofür sich Anne-Katrin Kämmer bedankte. Gerne hätte aber die Ortsvorsteherin den Austausch zu diesem Thema in einem offenen direkten Dialog mit den Bürgern geführt, was aufgrund der Hygienevorschriften nicht möglich war.

In den folgenden Sitzungen des Ortschaftsrates wird eine Box für weitere Vorschläge aufgestellt und sie hofft, dass in Zukunft bald wieder offene Gesprächsrunden möglich sind. Unter dem Punkt „Fragen und Anregungen aus der Bevölkerung“ gab es zahlreiche Bürgerfragen zu den verschiedensten Themen, die von der Ortsvorsteherin als auch vom anwesenden Bürgermeister beantwortet wurden.

So wird es in diesem Jahr in Ravenstein auch kein Ferienprogramm geben, wie Bürgermeister Killian mitteilte. F