Ravenstein

Ortschaftsrat tagte in Merchingen Premiere für die neue Ortsvorsteherin Anne-Katrin Kämmer / Parkplatz am Schloss soll im nächsten Jahr saniert werden

Der Pfingstmarkt findet im nächsten Jahr zum 450. Mal statt

Archivartikel

Merchingen.Premiere für die neue Ortsvorsteherin Anne-Katrin Kämmer: Zum ersten Mal leitete sie eine öffentliche Sitzung des neu gewählten Ortschaftsrates Merchingen im Sitzungssaal des Rathauses, zu der zahlreiche interessierte Zuhörer gekommen waren.

Umfangreiche Tagesordnung

Die Tagesordnung umfasste neun Punkte, darunter Sachstandsberichte über den Haushalt 2019 für den Stadtteil Merchingen und anstehende Maßnahmen, sowie Informationen zum Pfingstmarktausschuss.

Zu Beginn wurde der verstorbenen Persönlichkeiten Ehrenbürger Horst Ullrich und Forstdirektor Martin Hochstein in einer Schweigeminute gedacht. Es folgten Informationen aus den Gemeinderatssitzungen, die Merchingen betreffen. Als erfreulich bezeichnete es die Ortsvorsteherin, dass sich die Anzahl der Kinder in Ravenstein und in Merchingen positiv entwickelt hat, so dass eine Erweiterung des Kindergartens „Entdeckerzwerge“ im Stadtteil Oberwittstadt notwendig werde. Der Gemeinderat hat bereits eine Erweiterung um zwei Gruppen durch einen zweistöckigen Anbau beschlossen.

Weiteres Thema war die Brandschutzbegehung in allen öffentlichen Einrichtungen in Merchingen. Der aktuelle Stand ist dem Ortschaftsrat nicht bekannt. Die bisherigen Untersuchungen hätten jedoch ergeben, dass Investitionen notwendig seien. Die Schließung des Heimatmuseums wurde bereits angewiesen, da kein zweiter Fluchtweg vorhanden sei und man den Brandschutzanforderungen nicht gerecht werde.

Weitere Themen, die angesprochen wurde, waren das monatliche Defizit bei der Postagentur Merchingen und die Flurbereinigung „Multiweg Kessachtal 2“. Danach informierte Anne-Katrin Kämmer über den Sachstand „Planungsinhalte Resthaushalt 2019“ für Merchingen. Vom Ortschaftsrat wurden noch folgende Wünsche vorgebracht: Wendeplatte bei der Erdaushubdeponie, Straßen- und Feldwegeunterhaltung, Brandschutzmaßnahmen an öffentlichen Gebäuden, Anschaffung von Schutzkleidung für die Feuerwehr, Anschaffung eines Rasenmähers für die Feuerwehr, die Sanierung der Toiletten im Rathaus sowie die Projektierung des Baugebiets „Matzenklinge“ zur Vorbereitung der Erschließung neuer erforderlicher Bauplätze.

Die Ortsvorsteherin listete die wichtigen für den Ortschaftsrat anstehenden Maßnahmen auf, zu denen die Beseitigung der Unkrautwucherung im Bachverlauf der Kessach gehören. Zudem sollen Gräben freigefräst werden. Außerdem seien zwei Kastanienbäume nach einer Regelkontrolle in der Eichenstraße sofort zu fällen. Bei der geplanten Neubepflanzung sollen die Anlieger einbezogen werden.

Sonnensegel auf der Wunschliste

Für den Haushaltsplan 2020 hatte der Ortschaftsrat an die Stadtverwaltung viele Realisierungsvorschläge. So soll die „alla-hopp!“-Anlage ein Sonnensegel erhalten. Eine Mauersanierung ist im Nussbaumweg vorgesehen. Der Schlossparkplatz soll saniert werden, ebenso die Straßen Tannenweg, Birnbaumweg und Ligusterweg. Weiter wünschte sich der Ortschaftsrat die Sanierung von Feld- und Friedhofswegen.

Ortsvorsteherin Kämmer informierte über den 450. Pfingstmarkt im kommenden Jahr. Die Vorbereitungen werden, wie sie sagte, zukünftig in Arbeitsgruppen themenbezogen vorbereitet. Sie stellte zudem das Kernteam des neuen Pfingstmarktausschusses vor, dem auch ein Hauptverantwortlicher aus den Arbeitsgruppen angehört.

Gemeinderat Heinrich Hofmann fragte nach, inwiefern der Förderverein beziehungsweise Dienstleistungsbetrieb ins Kernteam eingebunden ist.

Ortsvorsteherin Kämmer informierte, dass beide keine primäre Rolle spielen, Wolfgang Elsen jedoch als Geschäftsführer dennoch wichtig sei, da das Schloss mit seiner Infrastruktur zentraler Punkt des Pfingstmarktes sei. Das Kernteam besteht aus Vereinsvertretern und aus Ortschaftsräten.

Keine Adventsausstellung

In den anschließenden „Bürgerfragen“ gab es zahlreiche Wortmeldungen. Unter „Verschiedenes“ informierte Ortsvorsteherin Kämmer, dass die geplante alljährliche Adventsausstellung in der Ulmenstraße am 24. November aufgrund von privaten Veränderungen nicht stattfinden wird. Der Musikverein und der Gesangverein geben an diesem Sonntag ein Jahresabschlusskonzert, was zur Einstimmung auf eine schöne Rahmengestaltung für einen anschließenden Weihnachtsmarkt ist.

Aktuell sei man mit Vereinen und Ausstellern im Gespräch, um die Vorbereitungen und Durchführung eines Konzertes am 15. Dezember mit anschließendem Weihnachtsmarkt auf dem Lindenplatz abzustimmen.

Am Ende der Sitzung informierte die Ortsvorsteherin darüber, dass Vertreter der Leader-Aktionsgruppe eingeladen wurden, in der nächsten Sitzung des Ortschaftsrats am 19. November über das neue Regionalbudget für Kleinprojekte vor Ort zu informieren. Dies gilt für Privatpersonen, Kleinunternehmen, Vereine, Kommunen oder Landwirte. F