Ravenstein

Gemeinderat Ravenstein tagte Am neuen Seniorenzentrum in Merchingen haben die Erdarbeiten begonnen

Anlage soll noch in diesem Jahr fertig werden

Ravenstein.Ein bedeutender Punkt in der Sitzung des Gemeinderates am Donnerstagabend in Oberwittstadt war die Vorstellung der zukünftigen Wasserversorgungskonzeption der Stadt Ravenstein. Einstimmig beschloss der Gemeinderat im Dorfgemeinschaftshaus, dem Zweckverband Wasserversorgung Nordostwürttemberg in Crailsheim beizutreten, der zukünftig die Wasserversorgung und dessen Qualität sicherstellen wird.

Förderverein vorgestellt

Bürgermeister Ralf Killian gab nach der Begrüßung Bürgermeister a.D. Ekkehard Brand das Wort, der den Förderverein der Musikschule Bauland und dessen erfolgreiche Arbeit vorstellte. Die Einrichtung habe sich in den letzten Jahren zu einer anerkannten und leistungsfähigen Musikschule in der Region entwickelte, in der derzeit rund 270 Kinder und Jugendlichen an verschiedensten Musikinstrumenten unterrichtet werden.

Aus dem Stadtgebiet Ravenstein kommen derzeit 29 Schülerinnen und Schüler zum Unterricht, sagte Brand, der auch herausstellte, dass eine freiwillige finanzielle Förderung der Musikschule durch die Kommunen sehr wichtig sei. Dadurch werden auch für die Musikschüler geringere Beiträge fällig.

Der Förderverein habe seit dem Jahre seiner Gründung die Musikschule mit mehr als 100 000 Euro gefördert und unterstützt. Dieses „Juwel im Bauland“ solle erhalten bleiben, weshalb er die Gemeinderäte bat, dass auch die Stadt Ravenstein einen freiwilligen solidarischen Beitrag von jährlich 4200 Euro leisten möge, was für den Förderverein erneut eine große Hilfe darstellen würde.

Stadtrat Klaus Schmitt (Oberwittstadt) sowie auch Stadträtin Silvia Zipf (Erlenbach) würdigten die Arbeit der Musikschule, die keine Konkurrenz zu den örtlichen Musikvereinen darstelle, und befürworteten einen Beitritt Ravensteins zum Förderverein auch unter dem Gesichtspunkt, dass in der Musikschule Bauland ein hochwertiger Musikunterricht erfolgt. Nach einer kurzen Aussprache stimmte der Gemeinderat mit großer Mehrheit dem gewünschten Beitritt zu.

Beteiligung an Netze BW möglich

Bernhard Rieß stellte dem Gemeinderat nochmals die Beteiligungsmöglichkeit an der Netze BW vor und ging in seinen Ausführungen auch auf die Vorteile ein.

Bereits im Frühjahr hatte man sich mit dem Thema befasst, sagte Bürgermeister Killian, es jedoch aber über die Sommermonate aus bekannten Gründen nicht mehr weiter verfolgt. Jetzt stünden die Haushaltsberatungen für den Haushalt 2021 an, in die eine Entscheidung einfließen solle.

Rieß ging wies darauf hin, dass eine Beteiligung der Stadt noch bis zum 31. Juli 2021 erfolgen könne. Die Mindestbeteiligung für Ravenstein beträgt 200 000 Euro, der Höchstbetrag 890 000 Euro.

Für das lang angelegte Beteiligungsmodell, das von vielen Gremien für gut befunden worden sei, könne mit einem festgeschriebenen Zinssatz von 3,6 Prozent über vier Jahre abzüglich geringer Verwaltungskosten gerechnet werden.

Wie Rieß weiter sagte, haben sich bereits zahlreiche Kommunen auch in der Nachbarschaft beteiligt. Im gesamten Land seien es zwischenzeitlich 116 Städte und Gemeinden mit einer Beteiligungssumme von über 200 Millionen Euro.

Positive Resonanz

Killian bezeichnete die neuerlichen Informationen als hilfreich. Die Beteiligung werde auch Thema bei den Haushaltsberatungen sein. In einer Klausurtagung werde man sich intensiv mit einem möglichen Beitritt beschäftigen. In der anschließenden kurzen Aussprache gab es bei den Wortmeldungen neben einer positiven Resonanz auch eine kritische Frage.

Beim geplanten Seniorenzentrum in Merchingen haben, wie Bürgermeister Killian informierte, die Bauarbeiten begonnen. Die Fertigstellung soll noch in diesem Jahr erfolgen. F