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Nachhaltig: PepsiCo stellt auf Flaschen aus 100 Prozent recyceltem Plastik um

Archivartikel

(djd). Ein Großteil der Getränkeflaschen in Deutschland besteht aus Polyethylenterephthalat, kurz: PET. Wer seine PET-Flaschen zurück in den Einzelhandel bringt, bekommt pro Flasche 25 Cent Pfand ausgezahlt. Die Rückgabe lohnt sich also. Entsprechend hoch ist der Anteil der Flaschen, die in die Supermärkte zurückgetragen werden. Das Problem bisher: Das PET-System ist keine geschlossene Kreislaufwirtschaft. Das wäre erst der Fall, wenn viel mehr Getränkeflaschen aus recyceltem Plastik hergestellt würden. Ein Getränkeunternehmen leistet auf diesem Weg nun Pionierarbeit.

Kunststoff: Menge von mehr als 12 Millionen Legosteinen eingespart

PepsiCo Deutschland wird bis Ende 2021 als erstes Getränkeunternehmen in Deutschland 100 Prozent recyceltes Plastik (rPET) für seine Getränkeflaschen der Carbonated-Softdrink-Getränkemarken (CSD) sowie des Lipton-Ice-Tea-Sortiments verwenden. Damit wird das Unternehmen zum Vorreiter in Sachen Kunststoffrecycling. Mit einer Investition von sieben Millionen Euro spart das Unternehmen 15.000 Tonnen Neuplastik pro Jahr ein. Das entspricht einer Menge von etwa 12,42 Millionen Legosteinen sowie einem CO2-Äquivalent von 28.500 Tonnen. Das ist die Menge, die 6.200 Autos in einem Jahr ausstoßen.

Nachhaltigkeitsziele werden deutlich früher erreicht als geplant

In Sachen Kunststoffrecycling übertrifft PepsiCo Deutschland somit seine ursprüngliche Ankündigung, bis 2030 in der gesamten Europäischen Union 50 Prozent rPET zu verwenden. Erreicht wird das Ziel durch die enge Kooperation mit Partnern in der Lieferkette. Dadurch konnte das Erscheinungsbild von recyceltem Kunststoff verbessert und der Zugang zur Versorgung vereinfacht werden. Die Ankündigung der Umstellung auf 100 Prozent rPET bis Ende 2021 unterstreicht das Engagement des Unternehmens für die freiwillige Recycling-Kunststoffkampagne der Europäischen Kommission. Diese soll sicherstellen, dass bis 2025 zehn Millionen Tonnen recycelte Kunststoffe zur Herstellung neuer Produkte auf dem EU-Markt verwendet werden.

Vision einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft

Bereits in den letzten zwei Jahren hat PepsiCo europaweit große Fortschritte gemacht, indem es die Verwendung von rPET mit 30 Prozent mehr als verdoppelt hat. In einigen EU-Märkten führte das Unternehmen zudem bereits Marken in 100 Prozent rPET-Flaschen ein. „Kunststoffabfälle sind eine Herausforderung, auf die wir jetzt reagieren müssen", erklärt Silviu Popovici, Chief Executive Officer PepsiCo Europe. Die bereits ergriffenen Maßnahmen seien für das Unternehmen „ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur 'Green Recovery‘ Europas". Damit will PepsiCo eine Transformation innerhalb der Getränkeindustrie anstoßen, die dazu beiträgt, „die Vision einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft mit maximalem Recycling von Flasche zu Flasche zu verwirklichen."