Osterburken

„80er-Klassentreffen“ Ehemalige Schüler des Jahrgangs 1939 kamen in die Römerstadt

Von den USA nach Borke

Archivartikel

Osterburken.Zu einem „80er-Treffen“ haben sich die Angehörigen des Schuljahrgangs 1939 in ihrer Heimatstadt eingefunden. Zu den auswärtigen Teilnehmern zählten auch Helmut Götz, der aus den USA kam, und Holger Herbert, der von Meise in Belgien anreiste. Im Cafe Köpfle wurden nach der Begrüßung erste Wiedersehensgespräche geführt und lebhaft diskutiert, bevor man sich auf den Weg zum Friedhof machte.

An den Gräbern der verstorbenen Mitschüler wurden Blumengebinde niedergelegt und stille Gebete gesprochen. Zum Mittagessen kehrte man in die Sportheim-Gaststätte ein. Das sonnige und warme Spätsommer-Wetter nutzten am Nachmittag einige der Jahrgangsangehörigen zu einem Spaziergang ins Wiesental. Andere besuchten ihre Bekannten oder Verwandten in der Römerstadt. Und wieder andere saßen einfach im Sportheim in geselliger Runde beisammen. In einem regen Austausch wurde auch über den schwierigen Schulstart bei Kriegsende und in der Nachkriegszeit gesprochen. Über die ersten Schuljahre berichtete Günther Scheubert, der von 1944 bis 1950 zusammen mit seiner Mutter und Schwester in Osterburken lebte. Dort wohnten sie in sehr beengten Verhältnissen mit seinen Großeltern bei dem Lehrer Emil Scheubert im Schulhaus. Die Einschulung im April 1945 war nicht möglich, nachdem das Schulhaus als Notquartier für KZ-Häftlinge diente, die mit einem Transportzug in Osterburken gestrandet waren. Zu der Einschulung kam es dann erst im Oktober 1945. Nach und nach normalisierten sich die Verhältnisse. Über diese Schulzeit wurde noch lebhaft gesprochen und viele Erinnerungen kamen hoch. Bei Kaffee und Kuchen klang das unterhaltsame und harmonische Jahrgangstreffen aus. Holger Herbert dankte den beiden Organisatoren Inge Stanzl und Josef Weber . F