Osterburken

Luftrettung ausbauen

Standort bald auch in Osterburken?

Osterburken/Stuttgart.Weil immer mehr Krankenhäuser auf dem Land schließen, soll nun die Luftrettung in Baden-Württemberg ausgebaut werden. In einem Gutachten zur Struktur- und Bedarfsanalyse der Luftrettung Baden-Württemberg des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement, welches die Landesregierung bei der Länderratskonferenz vorstellte, werden zusätzliche Hubschrauber und die Verlegung von Standorten empfohlen.

Versorgung sicherstellen

Dies sei notwendig, um flächendeckend eine gute rettungsdienstliche Versorgung sicherzustellen, da die Retter am Boden immer weitere Anfahrtswege hätten, so die Experten.

Statt der bislang acht Hubschrauber sollen nun zehn tagsüber eingesetzt werden. Um Versorgungslücken zu schließen, ist auch die Stationierung eines Hubschraubers in Osterburken geplant, welcher dann den Neckar-Odenwald-Kreis sowie den Hohenlohe-Kreis besser abdecken kann. Dies teilte das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg auf Anfrage mit.

Da die Krankenkassen die Kosten für einen solchen Standort tragen, wird die Landesregierung mit diesen gemeinsam eine Entscheidung treffen. Dabei werden auch die Betriebszeiten ein Thema sein. Auf die Gemeinde kommen nicht zwingend Kosten zu, da es dafür keine Vorschriften gibt.

Die Umsetzung des Vorhabens dürfte sich jedoch nicht zuletzt wegen der Standortsuche, der Dauer des Ausschreibungsverfahrens, Kündigungsfristen laufender Verträge, der Berücksichtigung von europarechtlichen Vorgaben zur Vergabe sowie luftrechtlicher Genehmigungsverfahren noch etwas hinziehen. Dies kann bis zu fünf, mindestens jedoch zwei Jahre dauern. nb