Osterburken

Astrid-Lindgren-Schule Erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb „Spielen macht Schule“

Spiele-Lieferungen im Wochentakt

Archivartikel

Bofsheim.Im vergangenen Schuljahr hat die Astrid-Lindgren-Schule an einem bundesweiten Wettbewerb der Stiftung „Spielen macht Schule“ teilgenommen. Die Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, aktives Spielen an den Grundschulen zu fördern und damit bewusst einen Gegenpol gegen zu viel passiven Medien-Konsum vor dem Bildschirm zu setzen. Das klassische Spielzeug, das „Spielen macht Schule“ in immer mehr Schulen bringt, stärkt und erweitert körperliche, geistige und soziale Kompetenzen – vor, im und nach dem Unterricht.

Wer spielt, lernt leichter - auch in der Schule. Deshalb haben das ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen und der Verein „Mehr Zeit für Kinder“ im Jahr 2007 die Initiative „Spielen macht Schule“ gegründet. Grundschulen können sich jedes Jahr um die kostenlose Ausstattung für ein Spielezimmer bewerben. Die angebotenen Spiele werden vorher von Fachleuten geprüft. Es wird unter anderem beurteilt, welche Bereiche der kindlichen Entwicklung mit dem jeweiligen Spiel besonders gefördert werden können und für welches Alter die Spiele zu empfehlen sind. So sind auf der Wunschliste Spiele folgender Kategorien enthalten: Experimentieren und konstruieren, Konzentration und Geschicklichkeit, Logik und Strategie, Outdoor und Bewegung, Rollenspiel und Sozialkompetenz, Sprechen, lesen und schreiben, Wissen und verstehen sowie Zählen und Rechnen.

Konzept eingereicht

Für die Teilnahme am Wettbewerb müssen interessierte Schulen ein aussagekräftiges Konzept einreichen, wie die Spiele im jeweiligen Rahmen eingesetzt und genutzt werden sollen. Eine Fachjury bewertet das Konzept, bei dem zeitliche, räumliche und personelle Ressourcen der Schule beleuchtet werden müssen. Auch die Sicherstellung eines nachhaltigen Einsatzes des Spieleangebots und die Einbeziehung der Familien der Schülerinnen und Schüler soll konzeptuell bedacht werden.

Als eine von 200 Gewinnerschulen aus der ganzen Republik darf sich die Astrid-Lindgren-Schule Bofsheim zum zweiten Mal über eine riesige Auswahl toller Gesellschaftsspiele freuen. Im Oktober 2018 erhielt die Bildungseinrichtung erstmalig Spiele von ihrer Wunschliste im Wert von rund 900 Euro. Die Spiele wurden mit Schutzfolie versehen und in ein Ordnungssystem gebracht, bei dem alle Schüler und Lehrer sofort erkennen können, ob das Spiel für eine schnelle Runde in einer kleinen Pause geeignet ist, oder mehr Zeit in Anspruch nehmen wird. Viele Spiele dürfen die Kinder vor dem Unterricht, in Regenpausen oder in der Mittagspause selbstständig ausleihen und bespielen. Einige größere Spiele werden in Spielestunden, in der Nachmittagsbetreuungszeit, im Setting der Frühförderung oder in eigens entworfenen Projekten zur Ausbildung von Spielepaten ausführlich erklärt, ausprobiert und erlernt.

In diesem Herbst erhält die Schule fast wöchentlich neue Lieferungen von Spielen, die sie mit der erneuten Teilnahme am Wettbewerb 2019 gewonnen hat. Kinder und Lehrkräfte freuen sich über das nochmals erweiterte Angebot und nehmen die neuen Spiele sehr gut an.

Experten-Kinder ausbilden

Geplant ist nun die Implementierung der neuen Spiele in das Ausleihsystem und die Ausbildung weiterer Experten-Kinder, die ihren Mitschülern Ablauf und Spielregeln eines neuen Spiels beibringen können. Darüber wurde aus der Begeisterung der Lehrkräfte die Idee geboren, einen gemeinsamen Spieleabend mit Eltern durchzuführen, um möglichst viele Erwachsene zu befähigen, die neuen Spiele anzuleiten, und um sich mit den Kindern am gemeinsamen Spielen zu erfreuen.