Osterburken

Festabend des TC Rot-Weiß Osterburken Vorsitzender Paul Kulejewski warf einen Blick in die Chronik / Jugendarbeit bleibt wichtig / Bereitschaft zur Mitarbeit geht zurück

„Ohne ehrenamtliches Engagement geht es nicht“

Archivartikel

Osterburken.Im Rahmen der Jubiläumsfeier des TC Rot-Weiß Osterburken blickte der Vorsitzende Paul Kulejewski mit großem Stolz auf „50 Jahre TCO“ zurück. Im Jahre 1969, so berichtete er, hatten sich 39 tennisbegeisterte mutige Frauen und Männer zusammengefunden, um den Verein aus der Taufe zu heben. Wolfgang Weckesser wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt.

Bau in Eigenregie

Von einem Tennisboom sei man in Deutschland damals noch weit entfernt gewesen. Die Stadt unter Bürgermeister Klemens Brümmer habe dem noch jungen Verein ein Gelände zur Verfügung gestellt, Ernst-Robert Ellwanger stellte die Baumaschinen, und so seien die engagierten Mitglieder an den Bau von Tennisplätzen gegangen. Der Club habe sich prächtig entwickelt, so dass 1970 bereits eine Herrenmannschaft zu Verbandsspielen gemeldet wurde. „Ein Jahr später wurde ein „Tennishäuschen erstellt und 1977 nahm erstmals eine Damenmannschaft an den Verbandsspielen teil“.

2005 sei unter Vorsitz von Wilfried Sans das in die Jahre gekommene Clubheim saniert und ein Sanitärtrakt in Eigenleistung angebaut worden. Neben den beiden Seniorenmannschaften etablierte sich ein Jugendteam, das sportliche Erfolge erzielen konnte.

Zur aktuellen Situation merkte Kulejewski an, dass die Damenmannschaft eine erfreuliche Entwicklung genommen und viele sportliche Erfolge erzielt habe. „Die Damen bewiesen Zuverlässigkeit und waren eine verschworene Gemeinschaft.“ Auch die 1. Herrenmannschaft feierte Erfolge und errang die Meisterschaft im Jubiläumsjahr. Bei den „Herren 65“ bestehe eine Spielgemeinschaft mit dem TSG SV Seckach, die sich durch überdurchschnittliche Leistungen in einer hohen Spielklasse etablieren könne. Die U 12 mit der TSG SV Götzingen habe sich in der Saison einen ganz starken 2. Platz erspielt.

In seinem Ausblick sagte der Vorsitzende, dass man die Jugendarbeit noch mehr intensivieren und alle Anstrengungen unternehmen müsse, mehr Jugendliche für den Sport zu begeistern. Das sei für den Verein lebenswichtig. Dass das bislang nicht in dem gewünschten Maß gelungen ist, habe viele Gründe und sei nicht nur ein Problem des TC Osterburken. Dem Zeitgeist geschuldet sei Sport im Verein ein Konsumgut geworden, das man kurzfristig in Anspruch nehme.

„Offene Gesellschaft“

„Zum anderen ist leider festzustellen, dass die Bereitschaft, sich im Verein zu engagieren, auch bei Erwachsenen zurückgeht.“ So werde es immer schwieriger, Menschen zu finden, die sich ehrenamtlich in einem Verein einbringen. „Ohne ein solches Engagement kann ein Verein auf Dauer nicht existieren“, so Kulejewski.

Der Tennisclub verstehe sich als offene Gesellschaft, die immer dafür stehe, neue Mitglieder vorbehaltlos mit offenen Armen zu empfangen.

„Sport verbindet“, und er sei sich sicher, sagte der Vorsitzende Kulejewski abschließend, dass der Club das Potenzial habe, auch weiterhin ein fester Bestandteil im Vereinsgeschehen der Stadt Osterburken zu sein. F