Osterburken

Schützenverein Sindolsheim Mark Czernuschka bleibt Vorsitzender / Ausblick auf das Jubiläumsjahr 2024 / Initiative für Weiterentwicklung

Neue Disziplin Bogenschießen startet noch 2020

Archivartikel

Ein Rückblick auf das Schießjahr 2019, Neuwahlen sowie Ehrungen standen im Mittelpunkt der gut besuchten Generalversammlung des Schützenvereins Sindolsheim in der Sporthalle.

Sindolsheim. Eigentlich sollte die Versammlung schon im März stattfinden, sagte Oberschützenmeister Mark Czernuschka zum Auftakt und begrüßte die Gäste, darunter die Ehrenmitglieder. Nach dem Totengedenken gab er einen kurzen Rückblick auf das vergangene Schießjahr. Die Maiwanderung sei gut besucht gewesen. Dass Michael Fiedler beim Kreiskönigsball in Hainstadt für die „beste Zehn“ zum Kreisschützenkönig ernannt worden sei und seither die Königskette trage, sei für den Verein eine besondere Auszeichnung gewesen.

Nach der Sommerpause fanden die Vereinsmeisterschaften statt und im November das Vereinsvergleichsschießen, das mit vielen teilnehmenden Mannschaften wieder ein voller Erfolg war, sagte der Oberschützenmeister. In der Luftgewehrrunde war der Verein mit drei Mannschaften vertreten. Das Königsschießen mit sehr guter Teilnahme sei der Höhepunkt im Schießjahr gewesen.

Konstant 130 Mitglieder

Wie Schriftführer Lukas Martin berichtete, blieb die Zahl der Mitglieder mit 130 unverändert. Fünf Vorstandssitzungen fanden statt. Den Kassenbericht erstattete Schatzmeister Lutz Flegel. Die Unterlagen wurden von Jacqueline Gehrig und Michael Fiedler geprüft und in bester Ordnung befunden.

Vereinssportleiter Andreas Rau gab einen Überblick über die zahlreichen sportlichen Ereignisse. Bei den Vereinsvergleichsmeisterschaften 2019 haben 81 Teilnehmer in 27 Mannschaften geschossen, was sehr erfreulich sei. Am Ende belegte die Mannschaft HSV Arena 1 den ersten Platz gefolgt von SpVgg Sindolsheim 1 und der SpVgg Sindolsheim 8. Am Dreikönigsschießen nahmen 23 Schützen des Vereins teil. Schützenkönig wurde erneut Christoph Ullrich. 1. Ritter ist Erich Puhr, 2. Ritter Karin Hanak und Jungschützenkönig Björn Liebl. Einige Mitglieder schossen beim Kreiskönigschießen 2019 mit. Auf dem Kreiskönigsball sei Michael Fiedler zum Kreisschützenkönig gekürt worden.

Ein weiterer Höhepunkt waren die Vereinsmeisterschaften 2019. In den Rundenwettkämpfen 2019/2020 war der Schützenverein mit drei Mannschaften vertreten. Die SV Sindolsheim I erreichte in der Gruppe A mit 5800 Ringen den 2. Platz. Die Mannschaft SV Sindolsheim 2 in der Gruppe B mit 5720 Ringen ebenfalls den zweiten Platz. In der Gruppe B belegte die Mannschaft SV Sindolsheim 3 mit 5326 Ringen den dritten Platz. Zum Schluss bedankte sich Vereinssportleiter Rau bei allen Schützen, die zum erfolgreichen Sportbetrieb beitrugen. Wie den Ausführungen von Jugendleiterin Mareike Frank zu entnehmen war, sind seit Januar drei Jugendliche im Verein aktiv, was eine tolle Sache sei. Die einstimmige Entlastung des Gesamtvorstands nahm Bürgermeister Ralph Matousek vor.

Geselligkeit fehlt

In seinem Grußwort würdigte Bürgermeister Matousek nach den Ehrungen und Wahlen (siehe nebenstehenden Bericht) die Leistungen des Schützenvereins und seiner Mitglieder. Es seien 2019 schöne Erfolge errungen worden. Dem Verein als wichtigem Bestandteil im Gemeindeleben fehle aber zur Zeit der Trainingsbetrieb und die anschließende Geselligkeit. Ob die geplanten Veranstaltungen im nächsten Jahr stattfinden können, könne man noch nicht sagen. Man solle aber mit Zuversicht ins nächste Schießjahr gehen und alles möglich machen, was geht. Beeindruckt war Matousek von der hohen Mitgliederzahl und der wieder begonnenen Jugendarbeit.

Im seinem Ausblick sagte Czernuschka, dass die demographische Entwicklung auch die Schützenvereine treffen werde. Bisher sei es dem Verein noch recht gut gelungen, den Mitgliederstand stabil zu halten. „Der Schießsport läuft gut. In den vergangenen Jahren konnten einige Jugendliche gewonnen werden, die den Sport mit Ehrgeiz und Begeisterung betreiben.“ Der Vorstand habe beschlossen, neue Initiativen zu starten. So soll noch 2020 mit dem Bogenschießen begonnen werden.

Suche nach geeignetem Platz läuft

Jürgen Fritz, der diesen Sport aktiv betrieben hat, wird den Start der neuen Disziplin unterstützen. Für die notwendige Grundausstattung werden 2000 Euro investiert. Nun müsse noch ein geeigneter Platz gefunden werden. Eine Lösung zeichnet sich aber ab. Im Jahr 2024 kann der Verein auf 100 Jahre zurückblicken. Noch sei nicht entschieden, wie das Fest gefeiert werde. Das diesjährige Vereinsvergleichsschießen und das Königsschießen werden, wie der Oberschützenmeister ankündigte, nicht stattfinden können. Man sei schon froh, wenn die Rundenwettkämpfe unter strengen Hygieneregeln stattfinden dürfen. Czernuschka bedankte sich bei seinen Vorstandskollegen für die immer tolle Arbeit. Ein Dank galt allen Mitgliedern und Helfern für ihre Unterstützung.

Das Schlusswort blieb Ortsvorsteher Jürgen Fuchs vorbehalten, der sich für die vielfältige Unterstützung des Vereins durch die Dorfgemeinschaft bedankte. Mit Freude könne man bei den Neuwahlen feststellen, dass auch die Jugend im Verein nachrücke. Das neue Projekt Bogenschießen sei eine „tolle“ Sache.