Osterburken

Feuerwehr Schlierstadt Rückblick auf ein besonderes Jahr / 23 aktive Mitglieder / 19 Mädchen und Jungen in der Jugendwehr

Nachwuchsarbeit gibt Perspektive

Archivartikel

Schlierstadt.Zur Feuerwehr gehört neben den regelmäßigen Übungen und der ständigen Einsatzbereitschaft auch das gesellige Miteinander. In der Jahreshauptversammlung blickte die Feuerwehr Schlierstadt auf das Jahr 2019 zurück. Während man im damaligen Sommer noch gemeinsam einen geselligen Ausflug unternehmen konnte, beeinträchtigt Corona nun auch den Übungsbetrieb und die Geselligkeit im Feuerwehrwesen.

Eingangs begrüßte Abteilungskommandant Jens Schmidt besonders Bürgermeister Jürgen Galm, Ortsvorsteher Jürgen Breitinger, Stadtkommandant Peter Schmitt sowie Ehrenkommandant Rudi Heffner. Nach dem Totengedenken ließen Schriftführer Gerhard Schaffner und Abteilungskommandant Jens Schmidt das Jahr Revue passieren.

Tagesstärke „überschaubar“

Insgesamt könne man derzeit auf 23 aktive Mitglieder zurückgreifen. Die Tagesstärke von zwei Mann sei zwar überschaubar, aber gerade bei kleineren Einsätzen durchaus hilfreich, fasste Abteilungskommandant Schmidt zusammen. Zusätzlich umfasse die Alterswehr zehn Mitglieder und die Kids-Feuerwehr knapp 20 Kinder.

Insgesamt war die Schlierstadter Abteilungswehr im abgelaufenen Jahr neun Mal im Einsatz. Darunter waren zwei Kleineinsätze, zwei technische Hilfeleistungen, ein Brandeinsatz sowie vier sonstige Einsätze wie das Absperren bei kirchlichen Prozessionen und beim Martinszug des Kindergartens. Erfreulicherweise konnte man bei den auf das Jahr verteilten zwölf praktischen und zwei theoretischen Übungen immer auf eine starke und disziplinierte Übungstruppe zurückgreifen, lobte Jens Schmidt. Eine besondere Bereicherung seien dabei die beiden praktischen Übungen mit den anderen Abteilungen aus dem Stadtgebiet und der Helfer-vor-Ort-Gruppe aus Osterburken.

Auch was den Besuch von Lehrgängen und den Ausbildungsstand der Feuerwehrmänner im Stadtteil Schlierstadt betrifft, könne man laut Schmidt zufrieden sein. Im vergangenen Jahr hatten erneut einige Mitglieder an Lehrgängen wie den zum Maschinisten, zur Brandbekämpfung unter Atemschutz oder an der Ausbildung im Umgang mit der Motorsäge teilgenommen.

Stolz könne man in Schlierstadt auf den Nachwuchs sein. Im vergangenen Jahr habe man mit den 14 Jungen und fünf Mädchen sieben spielerische Feuerwehrübungen abgehalten. Diese Nachwuchsarbeit mache großen Spaß und man erhoffe sich daraus, möglichst viele Kinder für den späteren Feuerwehrdienst gewinnen zu können, berichtet Jugendleiter Kevin Putz.

Mittlerweile zum festen Bestandteil des Jahresprogramms seien die Faschingsparty und das Besenwochenende im Feuerwehrhaus geworden, was von der Bevölkerung sehr gut angenommen werde. Für besondere Geselligkeit habe im Jahr 2019 die mit einer Schifffahrt und einem Abschlussessen verbundene Brauereibesichtigung bei Faust in Miltenberg gesorgt.

Nach den Dankesworten von Abteilungskommandant Jens Schmidt bedankte sich Ortsvorsteher Jürgen Breitinger vor der Entlastung des Vorstands bei den Feuerwehrmännern für die über das Jahr hinweg souverän geleistete Arbeit. Man könne auf eine solch gut funktionierende und verlässliche Feuerwehr stolz sein, so Breitinger.

Die Wahlen brachten eine Verjüngung des Vorstands. So übernimmt Nico Schreier das Amt des Schriftführers, welches Gerhard Schaffner nach 15-jähriger Tätigkeit abgibt. Im Amt bestätigt wurden als Kassier Georg Schmidt sowie die Kassenprüfer Arno Sebert sowie Rico Schreiber.

Nach dem Ausscheiden der langjährigen Mitglieder Johann Wallmann und Christian Wallmann werden neben Rainer Niegel künftig Tobias Münch und Daniel Süssenbach im Feuerwehrausschuss aktiv sein. Kevin Putz wurde für 15-jährige Tätigkeit im Feuerwehrdienst geehrt.

Die Grußworte von Bürgermeister Jürgen Galm und Stadtkommandant Peter Schmitt bezogen sich auf die aktuellen Herausforderungen durch die Coronakrise und die Struktur innerhalb der Feuerwehr. Dabei herrscht Einigkeit: Die dezentralen Strukturen, wie man sie seitens des Gemeinderats und der Verwaltung fördere, bringe zwar durch die Unterhaltung und Unterbringung finanzielle Herausforderungen mit sich, erweise sich aber im Krisenfall als goldrichtig, eine schlagkräftige Feuerwehr vor Ort bereitstellen zu können.

Unter „Verschiedenes“ berichtete Jens Schmidt abschließend, dass der neue Mannschaftstransportwagen kurz vor der Fertigstellung stehe. Inzwischen sei für das Fahrzeug auf der Nachbarschaft auch eine vorübergehende Unterbringung gefunden. Ebenfalls wurde über das Thema Alarmierung im Katastrophenfall informiert und diskutiert.