Osterburken

Gemeinderat Bau einer Plakatwerbetafel abgelehnt / Zustimmung für den Abriss des ehemaligen Geschäftshauses Rauch

Mehrfamilienhaus statt Bürobedarf

Archivartikel

Osterburken.Über den Bau einer Werbetafel sowie den möglichen Abriss und Neubau eines Mehrfamilienhauses stimmte der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag ab.

Plakatwand wird nicht errichtet

Eine vier mal vier Meter große, einseitige Werbetafel sollte in der Adelsheimer Straße am Nettomarkt aufgestellt werden. Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass sich diese in die Umgebung einfügt.

Bauamtsleiter Matthias Steinmacher erklärte: „Das Gelände ist für die Bebauung geeignet“. Auch kann auf eine Angrenzerbefragung verzichtet werden, da die umliegenden Grundstücke alle der Stadt gehören. Zuletzt wurde das Vorhaben jedoch mehrheitlich abgelehnt. So war es abzusehen, dass insgesamt elf der Gemeinderatsmitglieder gegen den Bau stimmten. Jeweils zwei enthielten sich und stimmten dafür.

Im Anschluss wurde über den Abriss und Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Gewerbeeinheit in der Friedrichstraße diskutiert. Das Vorhaben soll ohne Bebauungsplan ausgeführt werden. Der Plan der Generalisierung wurde aus wirtschaftlichen Gründen nicht weiter verfolgt.

Das Gebäude, in welchem früher der Bürobedarfshandel Rauch seinen Sitz hatte, liegt an der Kreuzung zur Seedammstraße und soll, so Bauamtsleiter Steinmacher, zwölf Wohnungen mit unterschiedlicher Quadratmeterzahl beherbergen. Der hinzugezogene Sanierungsbeauftragte sieht die Sanierungsziele mit den Plänen der Stadt als erfüllt an.

Jedoch sahen einige Mitglieder des Gemeinderats in der Parkplatzsituation vor Ort ein Problem. Für zwölf Wohnungen seien nicht genug Stellplätze vorhanden, weshalb hier nach einer Lösung gesucht werden müsse.

Eine Möglichkeit sei es, die vorhandenen freien Parkplätze in der Friedrichstraße zu vermieten, da diese zumeist nicht genutzt würden. Auch die Parkplätze der Baulandhalle in der Nähe seien eine Option für alle Bewohner.

Gemeinderatsmitglied Dr. Xaver Nafz bemängelte das Fehlen eines Gehwegs am Gebäude. Es existiert lediglich ein Schrammbord, welches 30 Zentimeter breit ist.

Hier verwies Bürgermeister Jürgen Galm jedoch darauf, dass das Haus in einem verkehrsberuhigten Bereich stehe und die Autos sowieso langsam fahren müssten.

Die Angrenzerbenachrichtigung wird zur Zeit durchgeführt. Bisher hat sich jedoch niemand gemeldet und eine Beschwerde vorgebracht.

Das Vorhaben erhielt insgesamt 13 Ja-Stimmen, zwei Mitglieder enthielten sich. nb