Osterburken

Frankenbahn Bürgerinitiative schreibt offenen Brief / Mängel im neuen Fahrplan kritisiert

Mehr Züge am Morgen gefordert

Archivartikel

Osterburken.Die Bürgerinitiative „I 780 Frankenbahn“ wendet sich mit einem offenen Brief an die Bundestags- und Landtagsabgeordneten der Wahlkreise Heilbronn, Neckarsulm und Neckar-Odenwald-Kreis.

Im September 2007 hatte sich in Züttlingen die Bürgerinitiative gegründet, nachdem zwischen 2005 und 2007 „schleichend die Regionalisierungsmittel für den ÖPNV durch das Land Baden Württemberg gekürzt wurden“, so die Sprecher der Initiative in einer Pressemitteilung.

Nun wollte sich die Initiative bereits auflösen, weil mit dem neuen Verkehrsvertrag auch auf der Frankenbahn Verbesserungen ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 kommen sollten. Doch: „Dies ist nach unserer Ansicht leider nicht der Fall“, so die Sprecher der Initiative. Es gebe nicht nur Verbesserungen. In dem offenen Brief begrüßt die Initiative ausdrücklich die von den neuen Betreibern Go Ahead und Abellio angeboten Möglichkeiten, dass von Montag bis Sonntag in der Zeit von 5 bis 23 Uhr jeweils ein Stundentakt der Regionalbahnen zwischen Stuttgart Hauptbahnhof (Abfahrt 20.42) und Osterburken beziehungsweise Osterburken (Abfahrt 20.35) – Stuttgart sowie der Regionalexpresszüge zwischen Stuttgart und Würzburg durchgeführt wird.

Unstimmigkeiten festgestellt

Bei der Durchsicht der veröffentlichten Fahrpläne sei die Initiative aber auf Unstimmigkeiten aufmerksam geworden. So seien die Fahrpläne zwischen Stuttgart und Osterburken nicht auf der Homepage der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg eingestellt.

Gefordert wird, die Bedarfshalte auf den Haltepunkten in Herbolzheim, Siglingen, Züttlingen, Roigheim, Sennfeld und Adelsheim noch rechtzeitig zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember in mehreren Verbindungen in einen Regelhalt umzuwandeln.

Verlangt wird zudem unter anderem eine Verdichtung des Zug-Angebots in der Zeit 6 bis 7 Uhr sowie eine zusätzliche Zugverbindung von Osterburken nach Heilbronn mit Halt in Neckarsulm-Nord und Neckarsulm-West zum Frühschichtbeginn bei Audi.

„Der ’I 780 Frankenbahn’ fehlt das klare Bekenntnis aller politischen Vertreter, ob auf Bundes- oder Landesebene, den Verantwortlichen des Landratsamts Heilbronn und des Regionalverbands Heilbronn-Franken sowie der IHK Heilbronn-Franken für eine gemeinsame Lösung bezüglich des zweigleisigen Ausbaus der Bahnstrecke zwischen Züttlingen und Möckmühl“, heißt es im offenen Brief weiter.