Osterburken

Im Regionalen Industriepark Osterburken Spedition Rüdinger weihte im Beisein zahlreicher Ehrengäste weitere neue Halle ein

Lagerkapazitäten schon wieder erschöpft

Archivartikel

Osterburken.Einen besonderen Grund zum Feiern gab es am Freitag bei der Spedition Rüdinger im Regionalen Industriepark Osterburken: Im Beisein vieler Ehrengäste fand die Einweihung von Halle 6 statt. Das vor drei Jahren erworbene Grundstück ist nun vollständig bebaut und hat sich zu einem ansehnlichen Logistikpark mit einer Fläche von mehr als 36 000 Quadratmetern entwickelt.

Idee in die Tat umgesetzt

Wie Geschäftsführer Roland Rüdinger nach der Begrüßung der Gäste sagte, war er bei einem Ausflug ins Bauland mit Rosenbergs Bürgermeister Baar ins Gespräch gekommen, der ihn auf die Idee gebracht habe, im RIO zu investieren. Nach Gesprächen mit Osterburkens Bürgermeister Jürgen Galm, dem Vorsitzenden des Zweckverbandes, wurde die Idee in die Tat umgesetzt.

Gekauft und bebaut wurden die Grundstücke in zwei Abschnitten. Die ersten drei Lagerhallen mit einem Kostenaufwand von fünf Millionen Euro wurden 2016 fertiggestellt und bezogen.

Ein Jahr später wurde mit der Planung des nächsten, ebenfalls mit fünf Millionen Euro veranschlagten Bauabschnittes begonnen. Es entstanden zwei weitere Hallen mit über 7600 Quadratmetern Fläche. Schließlich habe man noch ein weiteres, unbebautes Grundstück auf dem Areal gefunden, auf dem die sechste Logistikhalle mit einer Grundfläche von 1685 Quadratmetern errichtet wurde. Wie Rüdinger sagte, habe er bei diesem Bauvorhaben in Osterburken einiges dazugelernt, denn bisher habe er seine Logistikparks nur auf ebenen Fläche gebaut.

Wenn man aber im „Bauländer Gebirge“ baue, gebe es so manche Überraschung.

Rüdinger sprach auch ein kleines Infrastrukturdefizit im RIO an, der 96 Kubikmeter Löschwasser pro Stunde liefert. Das Landratsamt bestehe aber auf 192 Kubikmeter, was bedeute, dass jedes Unternehmen gleich seinen eigenen Löschwassersee mitbauen müsse. Erfreut zeigte sich der Unternehmer über die jetzt fertiggestellte zusätzliche Ausfahrt zur L 515. Gerne würde er seinen Logistikpark noch einmal erweitern, denn die derzeit 20 000 Quadratmeter umfassende Lagerkapazität sei bereits erschöpft.

Geschäftsführer Anton Bokmaier vom bauausführenden Unterneh-men bedankte sich bei der Familie Rüdinger für den Auftrag und das entgegengebrachte Vertrauen.

Die Grüße und Glückwünsche des RIO-Zweckverbandes zum fertiggestellten Logistikpark überbrachte Bürgermeister Jürgen Galm. Bereits am 17. September 2016 habe er der Firma zum Erreichen des ersten Etappenziels gratuliert. Er tue es heute, zum Abschluss des Millionenprojektes, im Namen des Zweckverbandes und dessen Mitgliedsgemeinden erneut – „ein schöner und bedeutender Tag – sowohl für die Spedition als auch für den Verband“. Bevor sich die Ehrengäste auf den Betriebsrundgang machten, blickte Firmenchef Rüdinger kurz in die Zukunft. Da die Lagerkapazitäten bereits erschöpft seien, werde eine weitere Erweiterung in Betracht gezogen, um auch dem künftigen, bereits angemeldeten Lagerbedarf der regionalen Firmen nachkommen zu können.

Seine Botschaft: „Wenn uns der Zweckverband RIO weitere Grundstücke verkaufen würde, könnten weitere dringend benötigte Lagerhallen vor Ort gebaut werden.“ F