Osterburken

Kulturkommode Osterburken Abwechslungsreiche Veranstaltungsreihe mit Kabarett, Songs und Musik-Comedy geplant

Jahresprogramm 2021 vorgestellt

Auch in diesem Jahr sind in der Kulturkommode Osterburken einige Auftritte geplant, auf die sich das Publik freuen darf.

Osterburken. Die Pandemie verlangt der Gesellschaft bisher einiges ab. Dazu gehören unter anderem die völlig veränderten Voraussetzungen für Besuche von Theatern, Konzerten und Kinos, sofern das überhaupt möglich ist. Wie alle Veranstalter stand auch die Kulturkommode Osterburken zum einen vor der neuen Aufgabe, Konzerte mit entsprechendem Hygienekonzept und enormem Mehraufwand durchzuführen und zum anderen vor dem schweren Schritt, Veranstaltungen absagen zu müssen.

Neben Publikum und Veranstaltern sind aber hauptsächlich die Künstler von der Pandemie betroffen: Musiker und Kabarettisten, die Kleinkunstbühnen bespielen, den unmittelbaren Kontakt zum Publikum suchen und so den Zuschauern unvergessliche Abende ermöglichen.

Auch wenn ein weiteres Jahr voller Ungewissheit bevorsteht, ist es den Verantwortlichen der Kulturkommode ein Anliegen, 2021 einen vielseitigen Programm-Mix aus Musik und Kabarett für alle Kulturfreunde zu präsentieren. Unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften und mit der Option auf eventuelle Verlegung in größere Räumlichkeiten darf man sich in der mittlerweile 24. Kulturkommode-Saison hoffnungsvoll auf sechs Veranstaltungen freuen:

Samstag, 13. März: Den musikalischen Auftakt des Jahresprogramms macht der Liedermacher Lüül. Lutz Graf-Ulbrich, so sein bürgerlicher Name, fasst Beziehungskrisen, Zeitkritisches und Alltägliches in Worte und setzt sie mit Gitarre oder Ukulele in Szene. Das hat einen guten Schuss Nachdenklichkeit und Melancholie, ist meist lässig, lädt aber auch zum Träumen ein. Eine Lebensweise in Liedern. Begleitet von Kerstin Kaernbach an exotischen Instrumenten entfalten Lüüls Songs einen skurrilen Charme. Das ist eigenwillig und authentisch, mit Berliner Chuzpe präsentiert. Souverän und gelassen gelingt dem Lüül-Duo der Spagat zwischen Tiefgang und Humor, Alltags-Wahnsinn und bewegenden Momenten

Samstag, 8. Mai: Der Kabarettist HG.Butzko bringt bereits zum zweiten Mal seine komische und bisweilen besinnliche Mischung aus Infotainment, schnoddrigen Gags, Frontalunterricht und pointierter Nachdenklichkeit nach Osterburken. Getreu dem Motto: „logisch statt ideologisch“ hat Butzko dabei einen ganz eigenen Stil entwickelt, den die Presse mal als „Kumpelkabarett“ bezeichnet hat, und mit dem er in Hinter- und Abgründe blickt und die großen Themen der Welt so beleuchtet, als würden sie „umme Ecke“ stattfinden. In seinem elften Programm „aber witzig“ spürt Butzko dem Irrsinn nach, der mit der postfaktischen Zeitenwende einhergeht. Und dabei stellen sich einige Fragen: Was ist ein Computervirus gegen eine echte Pandemie? Was nützt die künstliche Intelligenz, wenn die menschliche Dummheit zeitgleich mitwächst? HG.Butzko wird es erklären, „aber witzig“.

Samstag, 12. Juni: Die Songs von Deutschlands bekanntestem Liedermacher begleiten den Musiker und Kabarettisten Stefan Eichner schon seit Jugendtagen. Deshalb hat er sich einen großen Wunsch erfüllt und ein abendfüllendes Reinhard-Mey-Chanson-Bühnenprogramm zusammengestellt, das er neben seinen eigenen Programmen spielt. Der Künstler selbst beschreibt den Abend so: „Reinhard ist einzigartig, nicht zu kopieren und darum soll es an diesem Liederabend auch nicht gehen. Vielmehr wird es eine Hommage, ein Streifzug durch mehr als vier Jahrzehnte seines Schaffens.“ Das Publikum darf rund zwei Dutzend Lieder und Chansons von Reinhard Mey wieder oder auch neu entdecken – gespielt und interpretiert von Stefan Eichner.

Samstag, 18. September: Scherben bringen Glück, heißt es. Doch wer auf eine richtige Portion Glück aus ist, lässt die Flaschen ganz – und macht damit Musik. Dazu brauchen die Musiker von „GlasBlasSing“ nur einen Kasten leere Sprudelflaschen und eine Bühne voll anderer Getränkebehältnisse. Daraus entstehen Allround-Instrumente, die wie Schlagzeug, Bass, Gitarre, Flöte oder auch Steeldrum klingen. Die vier Jungs bieten im aktuellen Programm „Happy Hour“ ihre Flaschenmusik, erweitert durch Satzgesang und unterhaltsame Darstellungen. Das sind knapp zwei Stunden akustische Wonnen, erzeugt auf allem, was der Flüssigkeitenaufbewahrungsfachhandel zu bieten hat.

Sonntag, 17. Oktober: Das Duo „Suchtpotenzial“ tritt mit ihrem dritten Programm „Sexuelle Belustigung“ auf. Die beiden Vollblutmusikerinnen Julia Gámez Martin und Ariane Müller sind zwei Künstlerinnen, bei denen auf der Bühne alles passieren kann, wenn sie ihrer Albernheit freien Lauf lassen: virtuose Gesangsduelle, derbe Wortgefechte und kluges Pointengewitter. Dabei werfen Suchtpotenzial alle Konventionen und Klischees über Bord, nichts ist vor ihnen sicher. Sie bewegen sich parkettsicher in allen Genres, ihre Musik und Comedy-Texte schreiben sie selbst. Mit ihrer spritzigen, verrückten Art feiern sie auf Kleinkunstbühnen und in Fernsehstudios große Erfolge.

Samstag, 20. November: Stefanie Kerker hat in ihrem Programm die „Lizenz zum Trödeln“, indes Probleme, davon Gebrauch zu machen. Denn selbst in den letzten Winkeln des Alltags lauert das „Schneller! Höher! Weiter!“ zur Lebensmaximierung. Kerker spioniert sich durch ihr und unser Leben, stolpert vom Wäschekorb in die Wirtschaftspolitik, vom Windeleimer in die Nachhaltigkeitsdebatte. Gekidnappten des allumfassenden Wettbewerbs erteilt sie den Befehl zum Trödeln. Eine Absage an Leistungs-, Effizienz- und Erfolgswahn aus der Sicht einer Kreativschaffenden, Durchschnittsverwirrten und Mutter.

Ein Programmheft mit dauerhaft-verbindlichen Informationen zu veröffentlichen, ist unter den gegebenen Umständen nahezu unmöglich. Deswegen hat sich das Leitungsteam der Kulturkommode entschlossen, in diesem Jahr keinen gedruckten Flyer zu verteilen, sondern diesen nur auf ihrer Homepage zum Download zur Verfügung zu stellen. Als Geschenkidee wird dort der Kulturkommode-Gutschein zur Bestellung angeboten. Die Eintrittskarten können aus organisatorischen Gründen 2021 nur im Vorverkauf (keine Abendkasse) – etwa vier Wochen vor dem jeweiligen Programmtermin – über das Bestellformular auf der Homepage der Kulturkommode erworben werden. Dort sind immer alle aktualisierten Informationen zu den jeweiligen Veranstaltungen zu finden.