Osterburken

Unternehmerforum im RIO Eventraum von Waffen Rudolph zur Versammlung genutzt / Impulsreferat von Anna-Daniela Pickel lieferte Denkanstöße

„Ins Schwarze treffen“ lautete die Devise

Archivartikel

Osterburken.Unter dem Motto „Fachkräfte der Zukunft – Mitarbeiter-Potentiale nutzen und neue Fachkräfte gewinnen“ stand das zweite Unternehmerforum im neuen Eventraum der im RIO ansässigen Firma Waffen Rudolph.

Großes Interesse

Veranstalter war die Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall/Tauberbischofsheim, das Jobcenter Neckar-Odenwald und das Netzwerk Fortbildung, die sich im Aktionsbündnis „Fachkräfte der Zukunft“ zusam-mengeschlossen haben. Die Veranstaltung stieß bei den mehr als 50 gekommenen Firmenchefs oder deren Vertretern großes Interesse.

Die Begrüßung nahm Kirsten Haber, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt im Job-Center Neckar-Odenwald, vor, die auch Susanne Ehrmann (Agentur für Arbeit), Marion Baader (Netzwerk Fortbildung), die stellvertretende Geschäftsführerin des Jobcenters in Mosbach, Maike Bodamer sowie die Hauptrednerin des Forums Anna-Daniela Pickel aus Veitshöchheim begrüßte.

Einmal im Jahr

Wie Kirsten Haber weiter betonte, habe man sich nach der letztjährigen Veranstaltung in Mosbach zum Ziel gesetzt, zukünftig einmal im Jahr ein solches Angebot für Arbeitgeber zu machen. Nach dieser damaligen großartigen und heutigen Veranstaltung sehe man, dass dies die richtige Entscheidung gewesen sei.

Haber nutzte kurz die Gelegenheit, den Anwesenden das Aktions-bündnis „Fachkräfte der Zukunft“ vorzustellen.

Für den Veranstalter ist es zudem wichtig, den Arbeitgebern die Gelegenheit zu geben, sich gegenseitig auszutauschen und mit allen anwesenden Institutionen an ihren Informationsständen ins Gespräch zu kommen. Hausherr Günter Rudolph begrüßte die Gäste in seinen neuen Geschäftsräumen und gab einen kurzen Einblick in die Geschichte seines Unternehmens, das bereits seit 30 Jahren als Büchsenmacherei am Markt ist. Mit diesem, im RIO neu gebauten Gebäude, habe man das Unternehmen jetzt mit einem zusätzlichen Geschäftsfeld, dem Handel für die Jagd und Outoor, erweitert. Das neu integrierte Schießkino gelte als Ergänzung zum Geschäft und sei etwas Außergewöhnliches. Nicht nur für Jäger, sondern auch für behördliche Waffenträger, die hier vor Ort realistisch den „scharfen Schuss“ üben können. Er machte das Angebot, dass die Anwesenden, nach Ende der Veranstaltung, im Schießkino einen Schuss abgeben können.

Maike Bodamer, stellvertretende Geschäftsführerin des Jobcenters im Neckar-Odenwald-Kreis, gab einen Einblick in dessen umfangreiche Arbeit und wies auf das Teilhabechancengesetz hin, das sich derzeit im Gesetzgebungsverfahren befindet und voraussichtlich ab 1. Januar 2019 in Kraft treten soll.

Hiernach können Arbeitgeber mit sehr hohen Lohnkostenzuschüssen über fünf Jahre gefördert werden, wenn sie Langzeitleistungsbezieher sozialversicherungspflichtig einstellen, sofern bestimmte Voraussetzungen vorliegen. Maike Bodamer warb dafür, sich bei Interesse mit den zuständigen Mitarbeitern im Jobcenter in Verbindung zu setzen.

„Generation Y“

In ihrem fast einstündigen Impulsvortrag mit dem Thema „Wenn der Dinosaurier seinen Arbeitsplatz verlässt“, von Anna-Daniela Pickel, Training-Mediation-Coaching aus Veitshöchheim , betrachtete sie die „Generation Y“ (Jahrgänge 1980 bis 1995) und die folgende „Generation Z“, ab dem Jahrgang 1995, die in die Arbeitswelt einsteigen.

Ein wichtiges Thema sei es deshalb, junge Fachkräfte zu finden, diese fördern und langfristig an die Unternehmen zu binden. Hierzu sei es wichtig, ein Verständnis hinsichtlich ihrer Präferenzen und Erwartungen an die Arbeitgeber zu entwickeln, wozu ein ständiger Austausch unerlässlich sei.

Die beiden Generationen stellten nicht neue Ansprüche an die Arbeitgeber, sondern verliehen ihren eigenen Bedürfnissen größeren Nachdruck als die bisherigen Generationen. Gerade in der Zeit, so Pickel, die immer mehr im Wandel der Digitalisierung stehe, sei es wichtig, dass Arbeitgeber ein authentisches Kon-zept in Einklang mit der Firmenphilosophie entwerfen und kontinuierlich an die Bedürfnisse der Mitarbeiter anpassen.

Die Referentin ging auch darauf ein, welchen Unterschied die Generationen im Hinblick auf Arbeit und Familie machen. Die Generation X lege Wert auf Work Life Balance (Arbeit und Privatleben miteinander in Einklang bringen), die Generation Y auf Work Life Blendung (Arbeit und Freizeit verschmelzen) und die Generation Z auf Work Life Separation (strikte Trennung von Arbeit und Freizeit).

Unterstützung für Unternehmen

Im Anschluss präsentierten die Agentur für Arbeit, die Handwerkskammer, die Industrie- und Handelskammer sowie das Netzwerk Fortbildung ihre Unterstützungsangebote für Unternehmen.

Bei einem kleinen Imbiss nutzten die anwesenden Teilnehmer das Angebot, individuelle Fragen zu klären und sich auszutauschen. Zudem wurde die Möglichkeit zur Besichtigung des Schießkinos reichlich genutzt, wobei auch ein Schuss abgegeben wurde. F