Osterburken

Elferrat Osterburken Auf dem Ordensfest das Motto der Kampagne vorgestellt / Langjährige Mitglieder ausgezeichnet

„In Borke keinen Bock geschossen“

Archivartikel

Mit dem Ordensfest und dem Motto „Faschenacht for Future“ startet der Elferrat Osterburken in die Kampagne. Die Verantwortlichen wählten ein weltliches Thema, denn: In „Borke“ waren alle brav.

Osterburken. Mit einem dreifachen „Borke Ahoi“ eröffnete der Elferrat der Stadt mit den anwesenden Gruppierungen, Hexen, „Härle und Fräle“, die „Wüscheli“, den Tanzgruppen und den Strohbären das diesjährige Ordensfest und somit den närrischen Einstieg in die bevorstehende Fastnachtskampagne.

Fast 200 Aktive kamen zu diesem Abend in die Baulandhalle, die von den bei-den Moderatoren Marcel Zimmermann und Dominik Holderbach durch das Programm geführt wurden. Wir wollen gemeinsam an diesem Abend zeigen, wie schön die Welt trotz unzähliger Leiden ist, betonten die Beiden. „Die bestehenden Sorgen bleiben erstmals verborgen.“ Den heutigen Abend wolle man ausgelassen beginnen und sich auf die schönen Zeiten besinnen.

„Ausflug in den Freizeitpark“

Den ersten Tanzauftritt zeigten die „Mini-Fünkchen“, die mit „Ausflug in den Freizeitpark“ den perfekten Auftakt des Ordensfestes boten. Danach stellte Holderbach den für diese Kampagne entworfenen Jahresorden vor. Die Findungskommission tat sich, wie er sagte, sehr schwer, für dieses Jahr ein passendes Motto zu finden, denn in Borke gibt es keine „Wertschafte“ mehr, über die man hätte herziehen können. Zudem hat auch die Stadt keinen „Bock geschossen“, und die Elferräte waren ebenfalls sehr anständig. So entschied man sich für ein weltliches Thema, das nicht nur fürs Klima, sondern auch für das Brauchtum in „Borke“ stehen soll. Das aktuelle Motto der 437. „Borkemer Faschenacht“ heißt deshalb: „Die Borkemer Narre finde es prima, Faschenacht for Future für e närrisch gut’s Klima“.

Beide Moderatoren wagten dann mit ihrem kurzen närrischen Beitrag einen Blick ins Jahr 2050, wo es, wie sie sagten, viele Veränderungen für die „Faschenacht“ geben wird. So wie heute werde es in jedem Falle nicht mehr sein. Ob das Brauchtum dann noch so wie heute gepflegt werde, sei fraglich. Nach einem weiteren Tanz der „Blauen Funken“ unter dem Motto „Genießt eure gemeinsame Zeit“ gab es eine Premiere. Erstmals trat das Tanzpaar Hanna Niklas und Sofia Graf auf. Sie erhielten für ihre tolle Tanzvorführung viel Beifall.

Christel Peschke gewürdigt

Danach folgten die Ehrungen langjähriger Mitglieder, die sich um die „Borkemer Faschenacht“ und das Brauchtum in besonderer Weise verdient machten. Für ihre elfjährige Mitgliedschaft bei der „Hexengruppe“ wurden Helga Link und Stefanie Geiger geehrt. Bei der Strohbärengruppe waren es Dominik Nultsch und Thomas Bopp, bei der Tanzgruppe Natalie Schmitt und Hannah Nonnenmacher und von den „Borkemer Wüschele“ wurden Stefanie Brümmer und Jan Kirschner geehrt. Neben einer Urkunde erhielten sie noch ein Präsent. Für sein elfjähriges Mitwirken in der Ranzengarde wurde Joachim Müller ausgezeichnet, ebenso wie Elena Keller, die seit 22 Jahren der Tanzgruppe angehört. Eine besondere Würdigung ihrer Leistungen wurde Christel Peschke zuteil, denn sie wurde vom Präsidenten Julian Ehrenfried mit dem Ehrenverdienstorden des Elferrates der Stadt ausgezeichnet. Sie begleitet seit vielen Jahren auf ihrer Harmonika die Veranstaltungen und Umzüge in „Borke“ und Umgebung und sorgt für Stimmung.

Nach dem „Borkemer Lied“, begleitet von Christel Peschke, folgten die Tänze der „Roten Funken“ mit dem Titel „Die Geisterprüfung kann ich selbst schaffen“ und anschließend der „Grünen Funken“ mit „Kampf gegen die Flammen“. Alle Garden erhielten für ihre Vorführungen viel Beifall.

Zum Schluss des Ordensfestes gab Dominik Holderbach noch die anstehenden Termine bekannt. Am 25. Januar nehmen die Narren beim Umzug in Seckach und am 2. Februar in Hettingen teil. Die Kinderprunksitzung findet am 16. Februar statt und am 20. Februar ist der traditionelle „Schmudo“. Die Prunksitzung findet am 23. Februar in der Baulandhalle statt. Am 24. Februar fährt der Elferrat mit seinen Gruppen zum Umzug nach Mudau und am Fastnachtsdienstag steht ganz „Borke“ im Zeichen ihres Fastnachtsumzuges durch die Römerstadt. Die diesjährige Kampagne wird am Aschermittwoch mit dem Heringsessen beendet.