Osterburken

Bei der Behinderten-Begegnungsstätte Osterburken Prunksitzung zum 33-Jahr-Jubiläum des närrischen Spektakels

„Hordemer Wölf“ voll Stolz und Vorfreude

Osterburken/Hardheim.Die Jubiläumssitzung „33 Jahre Prunksitzung der Behinderten Begegnungsstätte Osterburken“ findet am 12. Februar um 18.30 Uhr in der Baulandhalle in Osterburken statt.

Seit 33 Jahren veranstaltet die BBO in Zusammenarbeit mit der FG „Hordemer Wölf“ diese Prunksitzung für Menschen mit und ohne Behinderung. In dieser Zeit, so berichten Svenja Schmitt, Geschäftsführerin der BBO, und Michael Grimm, Vorstand FG „Hordemer Wölf“, hat die Veranstaltung Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen in die fastnächtliche Brauchtumspflege eingebunden – schon lange bevor Begriffe wie Inklusion in der breiten Bevölkerung bekannt waren.

In der Mitte der Gesellschaft

Besucher und Akteure reisen für diese einmalige Veranstaltung von weither an wie beispielsweise Wertheim, Güntersleben oder Löwenstein und füllen die Baulandhalle in Osterburken bis in die letzten Reihen. Die BBO und die „Wölf“ wollen mit der bevorstehenden Sitzung gemeinsam weiter Geschichte zu schreiben und diese tolle Veranstaltung hochleben lassen.

Menschen mit Behinderung gehören immer in die Mitte der Gesellschaft und nicht an den Rand. Deshalb wird die 33. Prunksitzung unter dem Jubiläumsmotto: „An Fastnacht sind wir schon immer gleich, doch was nach der fünften Jahreszeit?!“ mit vielen Gästen, Offiziellen des Brauchtums und Gästen aus der Politik würdig gefeiert.

Seit 1984 gibt es die Behinderten-Begegnungsstätte Osterburken (kurz BBO). Sie möchte Menschen mit und ohne Behinderung zusammenführen und Menschen mit Behinderung im Alltag unterstützen. Eine Art der Unterstützung für Menschen, die Hilfe benötigen, ist ein adäquates Freizeitangebot. So entstand 1987 die Idee, diesen Menschen eine gesellschaftliche Teilhabe auch in der fünften Jahreszeit zu ermöglichen. Die BBO war damals auf der Suche nach Unterstützung durch die Fastnachtsvereine in der Region, um einen närrischen bunten Abend zu organisieren.

Mehr Zufall als Planung war dann dafür verantwortlich, dass die BBO den gesuchten Paten in der FG „Hordemer Wölf“ fand. Was anfangs eher als improvisierte Fastnachtsveranstaltung begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer sehenswerten Prunksitzung, gespickt mit manchem närrischen Highlight.

Das närrische Programm und der Ablauf der Sitzung werden seitdem durch die „Wölf“ organisiert. Für deren Tanzgruppen ist die Veranstaltung ein fester Termin. Zwei Fastnachter, die auch in der FG mit den höchsten Auszeichnungen versehen sind, haben sich hier besonders hervorgetan – Rudi Malcher und Joachim Egenberger.

Über 22 Jahre zeichnete Rudi Malcher für die Organisation der Sitzung verantwortlich. Joachim Egenberger moderierte die BBO-Fastnacht als charmanter Conférencier. Eine besondere Motivation war den beiden Vollblutfastnachtern dabei immer die Freude, die die närrischen Akteure in die Gesichter der Gäste zauberte. Vor einigen Jahren legten sie die Verantwortung dann nach und nach in jüngere Hände. Mittlerweile trägt Markus Hofmann die Verantwortung für die Programmgestaltung und Moderation.

Die „Hordemer Wölf“ sind stolz auf das Geleistete und darauf, dass die Veranstaltung in diesem Jahr ihr 33-jähriges Jubiläum feiert.