Osterburken

Ortschaftsrat Schlierstadt Bei der Unterhaltung der Feldwege muss bald etwas geschehen / Regionale Produkte aus dem Automaten

Höchste Priorität hat die Sanierung der Ortsdurchfahrt

Schlierstadt.Mit Bekanntgaben aus den nichtöffentlichen Sitzungen eröffnete Ortsvorsteher Jürgen Breitinger die jüngste Sitzung des Ortschaftsrates.

Stellplatzfrage klären

Hierzu begrüßte er auch einige interessierte Zuhörer. Zeit hingegen benötigte man für die Entscheidung in einem Bauantrag. Zur Diskussion stand die Umnutzung von Wohnraum in einen Praxisraum. Die Stellplatzfrage war hier der Kern der Beratungen. Nur ein ausgewiesener Stellplatz war dem Rat zu wenig. So wurde dem Antrag mit dem Hinweis der Klärung der Stellplatzfrage durch die Baurechtsbehörde zugestimmt.

Breiten Raum der Beratungen nahm die Anmeldung der Mittel für die Haushaltsplanungen 2020 ein. Für die Ortschaftsräte, die bei der letzten Wahl neu ins Gremium gewählten wurden, erläuterte Breitinger die Vorgehensweise bei der Einbringung des Haushaltes. So stellt die Anmeldung der Haushaltsmittel zunächst lediglich eine Wunschliste dar. Welche Maßnahmen letztendlich Beachtung finden, hängt vom Gemeinderat und den im kommenden Jahr zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln der Stadt ab. Zahlreiche Wünsche der Ortschaftsräte wurden bereits in einer vorausgegangenen Sitzung besprochen und analysiert.

Das Ergebnis dieser Beratung war das Erstellen einer Prioritätenliste, die nach der Dringlichkeit den Ausbau der Hauptstraße, die Sanierung von Fenstern im Kindergarten, die Fortsetzung der Sanierung der Mehrzweckhalle, die Schaffung einer Unterstellmöglichkeit für ein Feuerwehrfahrzeug, sowie verschiedene Maßnahmen auf dem Friedhof und die dringende Instandsetzung von Feldwegen, vorsieht.

„Wenn im Bereich der Feldwegeunterhaltung nicht bald etwas geschieht“, so der Ortsvorsteher, „werden sich die Kosten derart summieren, dass eine wirtschaftliche Unterhaltung bald nicht mehr möglich sein wird“.

Deshalb sollte man jedes Jahr größere Teilstücke eines Weges umfassend sanieren, um so die Lage der Wege kontinuierlich zu verbessern. Diese Meinung wird auch vom Ortschaftsrat geteilt.

Nachhaltigkeit ist ein Thema

Der Antrag zur Aufstellung eines Verkaufsautomaten im Rahmen des Leader-Programmes „Aufruf für Kleinprojekte im Rahmen des Regionalbudgets“ war ein weiterer Punkt, über den beraten wurde. Tobias Münch führte eingangs dazu aus, dass das Thema Nachhaltigkeit und Regionalität in aller Munde sei, dazu sieht er in dem Projekt die Chance, regionale Produkte publik zu machen und der Bevölkerung auf innovative Weise eine dauerhaft zugängliche Grundversorgung zu bieten. Michael Schwebler und Tobias Münch, die federführend dieses Thema behandeln, informierten über das Regionalbudget-Förderprogramm für Projekte bis 20 000 Euro. Dieses wurde durch die Leader-Region Neckartal-Odenwald beworben.

Mit diesen Geldern werden Projekte zur Dorfentwicklung und zur Grundversorgung unterstützt. Die Förderung von 80 Prozent der Nettokosten kann von Vereinen, Landwirten wie auch Privatpersonen in Anspruch genommen werden.

Anhand einer Powerpoint-Präsentation stellte Ortschaftsrat Schwebler das geplante Projekt der Aufstellung einer Regio-Box vor. In dem für die Ortsmitte geplanten Verkaufsautomaten sollen bei einer Förderbewilligung künftig regionale Produkte angeboten werden. Erste regionale Vermarkter und Landwirte haben bereits ihre Teilnahme bestätigt.

Der Verkaufsautomat soll in der Bushaltestelle jedermann zugänglich untergebracht werden und mögliche Informationstafeln sollen auf die Region aufmerksam machen. Notwendige Vorarbeiten sollen als bürgerliches Engagement in Eigenleistung erbracht werden.

Der Antrag wurde von den Ortschaftsräten Michael Schwebler und Albin Jelinek mit der Leader-Geschäftsstelle in Walldürn abgesprochen und dort bereits auch eingereicht.

Jelinek regte an, neben dem Automaten auch zwei Ladestationen für E-Bikes zu schaffen. Bei der Betreuung des Automaten hofft man auch auf Unterstützung von Vereinen und ehrenamtlichen Helfern. Im Falle der Bewilligung der Fördergelder soll der Automat noch in diesem Jahr an den Start gehen. Der Ortschaftsrat stimmte dem Vorhaben mit einer Enthaltung zu. Abschließend bedankte sich Ortsvorsteher Breitinger bei den beiden Ortschaftsräten für ihre Ausführungen.

Unter dem Punkt „Sonstiges“ informierte er darüber, dass die Arbeiten am Urnenstelenplatz auf dem Friedhof abgeschlossen sind. Unter dem Punkt Verschiedenes und Anfragen wies Ortschaftsrat Münch auf defekte Straßenlaternen, volle Straßeneinlaufschächte sowie überhängende und in den Straßenraum ragende Sträucher und Hecken hin.

Reparatur ist vorgesehen

Der Ortsvorsteher teilte hierzu mit, dass man gerade bei der Reparatur von Lampen sei, aber entsprechende Ersatzteile noch fehlen. Inzwischen seien aber auch schon wieder neue Lampen gemeldet worden, die defekt sind. Die Reparatur ist für die kommende Woche vorgesehen. Bezüglich der Hecken und Sträucher war im letzten Mitteilungsblatt ein Hinweis an die Grundstückseigentümer auf die Verkehrspflicht zu achten und die Aufforderung diese auf die Grenzen zurückzuschneiden. Nach der Beantwortung einiger Fragen aus dem Kreis der Zuhörer schloss Ortsvorsteher Breitinger die Sitzung.