Osterburken

Waldgenossenschaft Bofsheim Aktuell 177 Mitglieder / Dietmar Heid für 22 Jahre engagierte Arbeit gewürdigt

Heiße Sommer machen Wald zu schaffen

Archivartikel

Bofsheim.Die Waldgenossenschaft Bofsheim, bestehend aus 170 Mitgliedern, zuständig für eine Fläche von 336 Hektar, blickte bei ihrer Generalversammlung auf das abgelaufene Jahr zurück, in dem durch den wenigen Regen und immensen Borkenkäferbefall die Bäume stark geschädigt wurden.

Waldmeister Uwe Schweizer begrüßte die Waldbesitzer, Bürgermeister Jürgen Galm, Ortsvorsteher Werner Geiger, die Revierleiter Dietmar Heid und Armin Walzel, den ehemaligen Waldmeister Erich Märker sowie andere ehemalige Vorstandsmitglieder.

Wie Revierleiter Heid in seinem Wirtschaftsbericht erläuterte, waren die Bedingungen im Jahr 2019 durch Trockenheit und Käferbefall sehr schwierig. Der Holzeinschlag betrug im vergangenen Jahr 3800 Festmeter (Fm). Alle Hölzer sind verkauft.

Fast nur Käferholz verkauft

Dabei handelte es sich fast ausschließlich um Käferholz. Wegen des hohen Befalls durch den Borkenkäfer sind die Preise so gefallen, dass Ausgaben für die Ernte durch den Erlös nicht gedeckt werden konnten.

Es wurden je 3350 Fichten und Douglasien im Distrikt „Gies“ angepflanzt. Auf einer Fläche von sechs Hektar führte man Kultursicherungsmaßnahmen durch. Wertästung erfolgte keine. Wegeunterhaltungsmaßnahmen führte man im „Neuenberg“ und beim „Alten Römerweg“ durch.

In der Planung für das Jahr 2020 sollen 2500 Festmeter geschlagen werden. 1000 Festmeter sind aufgrund des Käferbefalls und der Dürre in den Distrikten „Remschlein“ und „Niedernforst“ bereits eingeschlagen. Beim Rest wird nun abgewartet, wie sich der Markt weiter entwickelt, da zum Käferbefall und den Dürreschäden nun auch noch das erhöhte Holzangebot durch den Sturm „Sabine“ kommt. Bei der Pflanzung sind je 3000 Douglasien und Fichten auf 1,5 Hektar Käferflächen durch Unternehmer geplant. Auf sonstigen Flächen werden Douglasien, Fichten und Lärchen angepflanzt.

Wegeunterhaltungsmaßnahmen werden nach der Holzabfuhr durchgeführt. Kulturpflege soll auf drei Hektar betrieben werden. Sonstige Arbeiten werden bis auf Weiteres auf ein Minimum beschränkt. Die Neuordnung der Forsteinrichtung 2020 ist soweit abgeschlossen.

Dietmar Heid bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und ausgesprochen interessante und vielseitige Zeit, insbesondere während der Erweiterung der Waldgenossenschaft. Im Anschluss daran verabschiedete Uwe Schweizer den scheidenden Revierleiter.

Arbeit gewürdigt

Schweizer würdigte Heids ausgesprochen engagierte Arbeit in den letzten 22 Jahren. Die Erweiterung und der anschließende Waldtausch mit der Stadt waren große Maßnahmen, die von Dietmar Heid mit hohem Engagement durchgeführt wurden. Schweizer überreichte Heid zum Dank einen Präsentkorb und wünschte ihm alles Gute für die Zukunft. Danach erfolgte die Vorstellung des neuen Revierleiters Armin Walzel. Ute Hannes präsentierte die Einnahmen und Ausgaben des Wirtschaftsjahres 2019. Auf Antrag von Ortsvorsteher Werner Geiger wurde der Vorstand entlastet.

Geiger äußerte sich noch über die Folgen des Kartellrechtsverfahrens, sowie den bereits erfolgten Veränderungen in der Zuständigkeit. Er bedankte sich bei Revierleiter Heid für die jahrelange Betreuung des Genossenschaftswaldes.

Wieder gewählt wurde Klaus Wissinger, neu in den Vorstand kam Heiko Keller.

Im Anschluss ging Schweizer rückblickend auf das 150-jährige Jubiläum der Waldgenossenschaft im Jahr 2019 ein und informierte über das Verfahren bei zukünftigem Grunderwerb.

Abschließend dankte Waldmeister Uwe Schweizer den Revierleitern Heid und Walzel, der Vorstandschaft, der Stadt Osterburken und den Waldarbeitern für die gute Zusammenarbeit.