Osterburken

Projekt „Kirche für alle“ Die evangelische Kirche soll bis Ende des Jahres barrierefrei erreichbar sein / „Leader“-Förderplakette überreicht

Eine große Sache für die Kirchengemeinde

Bofsheim.Es tut sich was, an der evangelischen Kirche in Bofsheim. Bereits vor ein paar Wochen rollte der erst Bagger an, um den Plan einer barrierefreien Kirche zu realisieren. Das Projekt „Kirche für alle“, welches von „Leader“ mit rund 130 000 Euro gefördert und insgesamt knapp 260 000 Euro kosten wird, soll den Platz rund um das Gotteshaus attraktiver und für letztlich alle Bürger frei zugänglich machen.

Am Donnerstag überreichte der Vorsitzende von „Leader Badisch-Franken“, Alfred Beetz, die Förderplakette für das Vorhaben an Pfarrer Thomas Schnücker. Mit dabei waren auch Ortsvorsteher Werner Geiger, Architekt Egon Bermayer und die Kirchengemeinderätinnen Heidi Griebaum, Iris Meyer und Brigitte Keller.

Platz soll Touristen anlocken

Nach der Begrüßung vor Ort stellte Pfarrer Schnücker die Wichtigkeit des Vorhabens heraus. Bisher sei die Kirche lediglich über 23 Treppenstufen zu erreichen gewesen. Dies soll sich nun ändern, damit beispielsweise auch Menschen, welche im Rollstuhl sitzen, in das Gotteshaus können. „Gerade für Besucher, die schon älter sind, ist es bisher schwierig gewesen. Außerdem fehlen sanitäre Einrichtungen auf dem Gelände, welche nun geschaffen werden sollen“, so der Pfarrer. Außerdem will man die Gelder dafür verwenden, Sitzgelegenheiten aufzustellen, damit beispielsweise auch Radfahrer rasten können – durch Bofsheim führen mit dem Limes-Radweg, dem Skulpturenradweg und dem Radachter gleich drei wichtige Radstrecken. „So wird der Platz auch für Touristen attraktiv“, führt Schnücker weiter aus.

Unterstützung war notwendig

Geplant ist dann auch eine E-Bike-Ladestation sowie der Verkauf von Getränken in der Kirche. „Ohne die finanzielle Unterstützung durch ,Leader’ wäre das jedoch nicht möglich gewesen. Da hätten wir allerhöchstens den Weg realisieren können“, erklärt Schnücker schmunzelnd. „Dafür möchte ich mich bedanken. Das ist eine große Sache für die Kirchengemeinde.“

Auch Ortsvorsteher Werner Geiger betonte, welch „freudiges Ereignis“ die Umsetzung des Projekts für Bofsheim sei. Er erinnere sich noch gut an den ersten Kontakt mit „Leader“, welchen er gemeinsam mit Iris Meyer in Osterburken hatte. „Leader zeigte sofort großes Verständnis für die Maßnahme, was uns natürlich sehr motiviert hat den Antrag zu stellen.“ Der Ortsvorsteher betonte, wie wichtige das Projekt sei: „Dadurch wird der Platz attraktiver gestaltet und somit erlebbarer.“ Der Ortskern werde durch die zusätzlichen Verweilbereiche aufgewertet. „Es war ein ehrgeiziges Ziel des Kirchengemeinderats, das ohne die Unterstützung von ,Leader’ nicht möglich gewesen wäre.“ Auch er bedankte sich für die Förderung und wünschte weiterhin „unfallfreies Arbeiten.“

Der zuständige Architekt Egon Bermayer erklärte, dass es gar nicht so einfach gewesen sei, die knapp fünf Höhenmeter auf der kleinen Fläche vor der Kirche zu überwinden. Daher habe man sich letztlich für einen S-förmigen Weg entschieden, der von der Straße den kleinen Hügel hinauf führt. Bis Ende des Jahres soll alles fertig sein.

Alfred Beetz gratulierte zum Vorhaben und ging auf die Aussage von Schnücker ein, dass das Projekt ohne die Fördermittel gar nicht realisierbar gewesen wäre. „Genau das ist die Zielsetzung von ,Leader’, eben solche Projekte zu unterstützen.“ Er lobte das Vorhaben und hofft, dass der neu gestaltete Platz vor der Kirche viel Freude machen wird. „Ich wünsche weiterhin gutes Gelingen“, so Beetz. Zum Abschluss überreichte er die Förderplakette an Pfarrer Schnücker.