Osterburken

Adventskonzert Musikkapelle Schlierstadt, Jugendorchester „SOS“, VHS-Gitarrenensemble und verschiedene Solisten erfreuten das Publikum

Besinnliche Klänge und meditative Texte

Schlierstadt.Das Adventskonzert der katholischen Pfarrgemeinde „St. Gangolf“ am Sonntagabend in der Kirche beeindruckte durch die Vielfalt der musikalischen Beiträge. Den Musikern gelang es, die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen und auf die Adventszeit einzustimmen. Die meditativen Texte von Emilia Häfner luden zum Nachdenken ein.

Nachdem Silke Schneider vom Gemeindeteam die Zuhörer begrüßt hatte, eröffneten Josef Pfeil (Orgel) und Tobias Münch (Trompete) das Programm mit dem gefühlvollen französischen Weihnachtslied „Cantique de Noél“. Das Jugendorchester „SOS“ unter der Leitung von Stephan Kraus ließ das schnelle Stück „Rockin Bach“ erklingen.

Es folgte „No one ist alone“ von Stephen Sondheim. Das von einem der musikalisch anspruchsvollsten Musicalkomponisten komponierte melancholisch, getragene Stück wurde von den Mädchen und Jungen mit großer Freude gespielt. Dominik Schneider spielte im Anschluss an der Orgel den Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ aus dem Jahr 1597.

Das VHS-Gitarrenensemble unter der Leitung von Maria Schaller bereicherte das Adventskonzert mit dem französischen Weihnachtslied „Hört der Engel helle Lieder“ von Klaus Schindler, das seinen Ursprung im 18. Jahrhundert hat. Das Ensemble meisterte mit Bravur die Tonartwechsel von C-Dur nach D-Dur. Emilia Häfner las einen Text über einen Engel, der sich leise am Leben eines Menschen anschmiegte, spürbar nur an manchen Tagen. Sie fragte: „Wo begegnen Dir Spuren von Engeln? Was verleiht Dir Flügel und wer begleitet Deinen Weg“?

Josef Pfeil (Orgel), Tobias Münch (Trompete), Brigitte Hamann (Mezzosopran) und Elke Breitinger (Alt) sangen das Adventslied „O komm, o komm Emmanuel, mach frei Dein armes Israel“, und die Besucher sangen kräftig mit.

Die Musikkapelle Schlierstadt unter der Stabführung von Rainer Pfeiffer spielte die getragene Komposition „Abendmond“ sowie die deutschen Volkslieder „Abend wird es wieder“ und „Der Mond ist aufgegangen“. Mit dem folgenden Allegro aus dem Trompetenkonzert von Joseph Haydn stellte das Orchester bei den Tempowechseln seine Klasse unter Beweis. Marie Grimm und Volker Müller ließen zum Schluss des Stücks bravourös die Solotrompete erklingen.

Das VHS-Gitarrenensemble spielte danach das wohlklingende Weihnachtsleid „Heilige Nacht“ von Karl Weikmann und „A Circle of Seasons“ von Maria Linnemann. Josef Pfeil (Orgel) und Anna Ebel (Altsaxophon) interpretierten im langsamen Tempo, sehr melancholisch das wohl berühmteste sinfonische Werk von Anton Dvorak „Largo“ aus der 9. Symphonie. Dominik Schneider spielte im Anschluss am E-Piano eindrucksvoll das Instrumentalstück „November“ des deutschen Komponisten Wolfgang Fuchs.

Josef Pfeil (Orgel) und Tobias Münch (Trompete) ließen danach „Wachet auf“ erklingen und alle sangen mit.

Emilia Häfner las über Teresa, die in adventlicher Mission Menschen beschenkte, die ihr in ihrem Alltagsgrau ein leuchtendes Kleid überstreiften. Josef Pfeil (Orgel) und Brigitte Hamann (Mezzosopran) präsentierten „Er weidet seine Herde“ aus dem „Messias“ von Händel. Den bekannten Popsong der Bee Gees „How deep is jour Love“ ließ die Musikapelle ebenso gekonnt erklingen wie die Komposition „Halleluja“, ebenfalls aus dem Oratorium „Messias“.

Das VHS-Gitarrenensemble präsentierte danach das anspruchsvolle Stück „Gigue“ von Lylvius Leopold Weiss. Gefordert wurde das Gitarrenensemble zum Abschluss mit der spanischen Komposition „El pano“. Dominik Schneider (E-Piano) und Johanna Schneider (Sopran) präsentierten „Underneath the misletoe“ von Justin Bieber und erhielten viel Applaus. Zu Abschluss sangen alle Mitwirkenden vor dem Altar Händels „Tochter Zion“. Die Spenden der Konzertbesucher werden für die Neugestaltung des Kirchenvorplatzes verwendet. jüh