Niederstetten

Sozialtherapeutische Gemeinschaften Weckelweiler Versammlung nach Gerabronn in die Stadthalle verlegt / Neues Logo vorgestellt

Wirtschaftlich läuft es nun wieder rund

Archivartikel

Kirchberg.Trotz der Corona-Pandemie war das jährliche Zusammenkommen der Mitglieder der Sozialtherapeutischen Gemeinschaften Weckelweiler aufgrund der Satzung der Einrichtung für Eingliederungshilfe erforderlich. Vom Saal in Weckelweiler wurde die Versammlung jedoch nach Gerabronn verlegt. In der dortigen Stadthalle war viel Platz, um ausreichend Abstand zu halten.

Wirtschaftsprüfer Dr. Felix Wannenwetsch stellte den erfreulichen Jahresabschluss 2019 vor, wonach die Weckelweiler Gemeinschaften sich finanziell äußerst positiv entwickelt haben. „Die Vermögensstruktur ist sehr gut verteilt, beim Eigenkapital gab es eine Erhöhung um fünf Prozentpunkte und auch die flüssigen Mittel wurden erhöht“, erklärte Wannenwetsch. Das positive ordentliche Betriebsergebnis liegt bei 883 000 Euro. „Insbesondere im Vergleich zu den wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen in der Vergangenheit ist die aktuelle Entwicklung besonders hervorzuheben“, betonte der Wirtschaftsprüfer.

In seinem Jahresbericht informierte der Vorstand über die bereits angefangene Restrukturierung im Werkstattbereich.

Auf der Brettachhöhe gibt es inzwischen einen zweiten Förder- und Betreuungsbereich. In Weckelweiler wurde die Wäscherei um- und ausgebaut. Die zwei Gärtnereien wurden genauso in Weckelweiler zusammengelegt wie die beiden Landwirtschaftsbetriebe.

Des weiteren thematisierten die beiden Vorstände Professor Steffen Koolmann und Petra Bittinger den Ausbau der Weiterbildungsmöglichkeiten für Mitarbeiter sowie die Bedeutung der Ausbildung für die Weckelweiler Gemeinschaften. Derzeit bildet die Fachschule für Heilerziehungspflege in Weckelweiler 36 junge Menschen zu Heilerziehungspflegern aus. Die Azubis der vergangenen Jahre kommen aus 18 unterschiedlichen Ländern und tragen zur kulturellen Vielfalt in den Gemeinschaften bei.

Ein Höhepunkt der Mitgliederversammlung war die Enthüllung des neuen Logos, das unter einem umfänglichen Beteiligungsprozess entstand. Silke Welther, Angehörige eines Weckelweiler Bewohners, designte das Logo ehrenamtlich.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Dieter Einhäuser lobte die Arbeit des Vorstands. Koolmann und Bittinger trieben seit November 2017 vielfältige und komplexe Themen in den Weckelweiler Gemeinschaften voran. Einhäuser blickte auf die Krise im wirtschaftlichen und sozialen Bereich zurück, die vor drei Jahren noch vorherrschte.

„Mit Petra Bittinger und Steffen Koolmann wurden die beiden Richtigen gefunden, um die Herausforderungen zu bewältigen. Sie bringen die gesuchten Kompetenzen und die notwendige Motivation mit“, so Einhäuser.

Nach einem Austausch mit den Mitgliedern präsentierte Petra Bittinger den neu ins Leben gerufenen Art-The-Fonds zur Wiederbelebung von Kunst und Therapie in den Weckelweiler Gemeinschaften. Eigens für diesen Fonds beschloss die Mitgliederversammlung die Einführung eines Mitgliedsbeitrags, der ausschließlich in den künstlerisch-therapeutischen Bereich fließt. pm