Niederstetten

VdK-Ortsverband Laudenbach Ehrenamtsverdienstnadel des Landes Baden-Württemberg und Ehrenmedaille verliehen

Wifling gleich zweimal ausgezeichnet

Archivartikel

Laudenbach.Bei der Hauptversammlung des VdK-Ortsverbands Laudenbach in der AMC-Halle zeigte man sich gut vorbereitet auf die aktuelle Lage: Vorsorglich wurden alle Gäste mit einem Händedesinfektionsmittel und ohne großes Händeschütteln empfangen.

Ehrungen und Verabschiedungen standen auf dem Programm. Die angedachte Neuwahl des Vorsitzenden musste aus Krankheitsgründen, die nichts mit dem Coronavirus zu tun hatten, verschoben werden.

Nach den üblichen Regularien sprachen die geladenen Ehrengäste ein Grußwort. Norbert Beck, der als Vertreter des Bürgermeisters Klaus Kornberger kam, lobte die gute Zusammenarbeit und die Arbeit des Ortsverbandes. Geleitet wird er schon seit 1996 mit jetzt 335 Mitgliedern von August Wifling.

Gute Zusammenarbeit

Auch Pfarrer Burkhard Keck bestätigte die gute Zusammenarbeit mit dem Ortsverband und wies darauf hin, dass die Bereitschaft, ein Ehrenamt zu übernehmen, in allen Sparten sinke. Ohne Ehrenämter wäre die Gesellschaft ohne Hilfe. Kein Verein könne ohne sie existieren. Ortsvorsteher Martin Rüttler führte aus, dass er stolz auf seinen VdK-Ortsverband sei. Er lege Wert darauf, immer einen guten Draht und eine Verbindung zu ihm zu halten. Unterstützung, wenn immer erforderlich, sei kein Problem. VdK-Kreisvorsitzender Werner Seeger berichtete in Auszügen Neues aus dem Verband und über zukünftige Projekte, die in Planung seien. Ein sehr informatives Referat bot der Landesgeschäftsführer von Baden-Württemberg Hans Josef Hotz. Er berichtete über die neuen Erfolge des Sozialverbandes in der Durchsetzung der Grundrente, die ab 2021 vorgesehen ist. Leider seien Frauen durch die Einkommensprüfung auch in der Rente weiterhin von ihren Ehemännern abhängig. Ihre jahrzehntelang erfahrene Benachteiligung im Arbeitsleben und bei der ungerechten Verteilung der Sorgearbeit werde so für viele Frauen fortgeschrieben.

Auch die Präsidentin des Sozialverbandes Verena Bentele plädierte für eine Reform der Pflegeversicherung. In ihrem jetzigen Zuschnitt decke sie nur einen Teil der Kosten in der Pflege ab, Pflege betreffe jeden.

Seid 70 Jahren existiere der Verband und mit seinen nunmehr über zwei Millionen Mitgliedern habe er eine gute Lobby und könne so auch die Politik erreichen.

Nach seinem Vortrag wurden die Ehrungen vorgenommen. Für Überraschungen sorgten die von Landesgeschäftsführer Hans Josef Hotz und Kreisvorsitzender Werner Seeger ausgehändigten Ehrenmedaillen des Sozialverbandes VdK an Hede Silberzahn und August Wifling. Hede Silberzahn führte von 1993 bis 2018 verantwortlich die Kasse des Ortsverbandes, wirkte als Beisitzer im Kreisverbandes und gestaltet als Frauenbeauftragte bis heute mit August Wifling und seinem Vorstandsteam die Geschicke des Ortsverbandes. August Wifling führt den VdK-Laudenbach seit 1996 an. Von 1999 bis 2012 war er außerdem Kreisverbandsvorsitzender.

Beide haben sich nicht gescheut, auch schwierige Aufgaben zu übernehmen. Hotz und Seeger betonten, dass sie sich ihre „VdK-Rente“ redlich verdient hätten.

Weitere Mitglieder des Vorstandes wurden ausgezeichnet: mit der Goldenen Verdienstnadel Vicky Andor, mit der Silbernen Ehrennadel Waltraud und Andreas Öchsner. Sie hättem sich langjährige Verdienste im Ortsverband Laudenbach erworben, denn auf sie sei immer Verlass und gewesen Sie scheiden nach langjähriger Tätigkeit aus dem Vorstand aus. Für eine ganz besondere Überraschung sorgten dann im Abschluss Norbert Beck und Martin Rüttler. Sie zeichneten August Wifling mit Urkunde und Ehrenamtsverdienstnadel des Landes Baden-Württemberg aus.

In Vertretung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann übergaben sprachen sie Dank und Anerkennung aus für Wiflings langjährige ehrenamtliche Tätigkeit, mit der er sich um die Gemeinschaft besonders verdient gemacht habe.

Für zehnjährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Natalia Ross, Lydia Popp, Brigitte und Rudolf Kleefeld, Gerda und Walter Jäger, Jakob Oberkersch, Gerhard Dittmann, Heribert Röder und Manfred Hirsch.