Niederstetten

Leserbrief Zum geplanten Brückenneubau in Elpersheim

Weiter als idyllisches Ferienziel erhalten

Archivartikel

Die Gegenrede zum Brückenneubau können wir nicht einfach so im Raum stehen lassen.

„Die Trasse über die Brücke und hinauf zur Tauberhöhe, stelle eine offizielle Umleitungsstrecke dar, „jeglicher“ Verkehr müsse eine solche Strecke befahren können“, teilt der Ortsbeirat von Elpersheim mit und ergänzt „jegliche“, bedeute in diesem Falle, eine Traglast von 40 Tonnen. Dazu kann man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein. Geht es also hauptsächlich um die Traglast und um „jeglichen“ Verkehr? Sollen wir unter „jeglicher“ Verkehr verstehen, dass das Logistikzentrum von der Tauberhöhe seine schweren Lastkraftwagen vorzugsweise durch die Elpersheimer Stadtmitte leiten möchte? Breitere Fußwege für die Kinder werden es ja wohl nicht sein. Wenn es nur darum ginge, Elpersheim an den Rest der Welt anzuschließen, würde man sicherlich keine neue Brücke bauen. Wir hatten angenommen, dass ein Ortsbeirat sich für „seinen“ Ort einsetzt und sind sehr überrascht, dass hier über 500 Unterschriften gegen eine Brückenerneuerung einfach ignoriert werden. Auch ist es wenig „realistisch“, dass für 900 Bürger eine neue Brücke gebaut werden muss, weil sie soviel im Internet bestellen. Selbst wenn jeder Bürger täglich etwas bestellt, könnte der Postbus die Päckchen auch locker über eine Brücke mit zehn Tonnen Traglast transportieren.

Es ist lärm- und verkehrsmäßig schon schlimm genug. Elpersheim sollte weiterhin als idyllisches Ferienziel erhalten bleiben und kann sehr gut auf Großlastverkehr verzichten.