Niederstetten

Theaterverein Krimi-Komödie „Stankovic und die Faschingsleich“

Was geschah in stürmischer Party-Nacht?

Archivartikel

Wer hat den „Katzenjakob“ auf dem Gewissen? Dieser Frage geht die Theatergruppe Oberstetten in der kommenden Saison gewohnt humorvoll auf der Grund.

Oberstetten. Der Oberstettener Theaterverein „ho-ho-hoffentlich“ ist seiner Zeit voraus. Bereits zwischen den Jahren wird hier Fasching gefeiert, und das nicht zu knapp. Am Ende der Partynacht gesellt sich zu den Alkohol-Leichen aber auch eine „echte“ Leiche, und so nimmt die Krimikomödie aus der Feder des Autorenduos Lisa Hanöffner und Thomas Brückner Fahrt auf.

„Stankovic und die Faschingsleich‘“ heißt ihr ursprünglich im bayrischen Dialekt verfasstes Werk, das eine spannungsreiche Dramaturgie geschickt mit einem derben Humor verwebt. Die vierte Produktion unter der Regie von Florian Brand überträgt das Bayrische gekonnt ins Hohenlohische. Der Krimiaspekt kommt jedoch nicht zu kurz. Bis zum Ende können die Zuschauer miträtseln, was sich in der stürmischen Faschingsnacht tatsächlich zugetragen hat und dürfen gespannt sein, ob es Kommissar Stankovic letztlich gelingt, ein Verbrechen aufzuklären. Zwist und Missgunst gibt es zur Genüge in der Dorf- und Feuerwehrgemeinschaft, und so braucht es nicht lange, bis Stankovic – als Kommissar Frank Dimler – die ersten Verdächtigen in die Mangel nimmt. Ihr Zustand und der Umstand, dass ein Schneesturm, pardon Blizzard, das Dorf von der Außenwelt abgeschnitten hat, erschweren dabei seine Ermittlungen.

Daher drängt sich die Pfarrsköchin Agnes (nach einem Jahr Abwesenheit wieder auf der Bühne: Lisa Stürnkorb), als Ermittlungshelferin geradezu auf. Im Gegensatz dazu hält die Dorfpolizistin Martina Martelmaier – für die Petra Hub, wie bereits in der vergangenen Spielzeit, in die Polizeiuniform schlüpft – wenig von zusätzlicher Polizeiarbeit um fünf Uhr in der Früh. Alle drei versuchen mehr oder weniger motiviert, den Tod des Herrn Heisser (Patrick Schürger), der im Ort nur „Katzenjakob“ genannt wird, aufzuklären. Bis es soweit ist, müssen alle Geschichten von Spritzenwägen, Katzen, Schmuckstücken und parallelen Liebschaften in Einklang gebracht und klug kombiniert werden.

Bewährte Kräfte am Werk

Um das große Ensemble Verdächtiger und scheinbar Unverdächtiger zu besetzen, haben sich um Vereinsvorstand Gerhard Kudec die altbewährten Kräfte gruppiert aber auch einige Rückkehrerinnen sind dabei. Hanna-Marie Leyrer ist nach einjähriger Pause als Hanne unter anderem mit Schubkarren auf der Bühne. Ebenfalls zurück ist Alexandra Reinhard, die als Notärztin nicht nur für Kommissar Stankovic eine wichtige Hilfe ist, sondern auch im Dorf dringend benötigt wird. Eberhard Hub und seinem Bühnenbau-Team ist es zu verdanken, dass direkt über dem eigentlichen Feuerwehrmagazin, nämlich auf der Bühne im Gemeindesaal, ein zweites Magazin entsteht, in dem ordentlich Fasching gefeiert wird.

Der Kartenvorverkauf startet am Montag, 2. Dezember. Karten gibt es von Montag bis Freitag von 18 bis 20 Uhr unter Telefon 07932 / 606284.