Niederstetten

Seniorenfeier Traditions-Veranstaltung in der Alten Turnhalle / Erstmals mit der neuen Bürgermeisterin Heike Naber

Vieles auf den Weg gebracht

In der Vorbachtalgemeinde hat sich auch 2018 wieder sehr viel bewegt. Davon konnten sich die älteren Mitbürger bei der Gemeinde-Seniorenfeier überzeugen.

Niederstetten. Mit über 150 Anwesenden hatten sich rekordverdächtig viele Seniorinnen und Senioren Niederstettens in der ansprechend dekorierten „Alten Turnhalle“ versammelt. Vielleicht lag’s an der Neugier, denn die neu gewählte Bürgermeisterin Heike Naber trat in diesem Jahr zum ersten Mal vor ihr Seniorenpublikum und wir nehmen es vorweg: Sie hat ihre Feuertaufe mit Bravour bestanden.

So machte sie es dann ihrem Vorgänger gleich und begrüßte schon am Eingang die zahlreich erschienen Gäste, während die Gemeinderäte und ihre Partner wie gewohnt für den guten Service sorgten. Neben einem musikalischen Leckerbissen in Form eines Klavierbeitrages durch Simonetta Schmalz und Nina Linder von der Musikschule Hohenlohe und dem Auftritt der Sternsinger auf der Bühne, blieb ausreichend Zeit für gute Unterhaltung. Für die Kirchen sprach der evangelische Pfarrer Roland Silzle.

Ins Leben gerufen wurde die Seniorengemeindefeier bereits vor gut 60 Jahren von Carl Weber, dem damaligen Bürgermeister. Rose Dod und Helga Melber waren zu jener Zeit nach dem Krieg als Kinder auch schon mal mit von der Partie, erinnern sich die beiden heute noch gut. Der Vater der beiden Schwestern gehörte in der Nachkriegszeit dem Gemeinderat an und schon damals war es üblich, dass die Familien der Räte sich für die Bewirtung verantwortlich zeigten.

Früher mit Wäschekörben

Leider gab es in der Turnhalle in dieser Zeit nicht genügend Geschirr, um die Senioren zu bewirten, so dass kurzerhand aus den Haushalten der Gremiumsmitglieder alle verfügbaren Kaffeetassen und Kuchenteller in Wäschekörben in die Halle transportiert wurden.

Der heutigen Generation bleibt diese Aktion Gott sei Dank erspart, verfügt die „Alte Turnhalle“ doch über einen bestens bestückten Küchenbereich.

„Sehr viel Positives“ hätten Gemeinderat und Verwaltung bereits gemeinsam geleistet, erklärte Heike Naber in ihrer Ansprache. Vieles sei von ihrem Vorgänger schon auf den Weg gebracht – einiges sei in den letzten Monaten eingefädelt worden.

Fertiggestellt und der Bevölkerung übergeben wurde 2018 das Feuerwehrgerätehaus in Adolzhausen sowie in Niederstetten die Friedhofskapelle. Bei der innerstädtischen Entwicklung sei man sowohl in der Kernstadt als auch in den Gemeinden auf einem guten Weg. In Niederstetten konnte die Stadt mit dem ehemaligen Gasthaus Hirschen und einigen dazu gehörigen Scheunen ein großes, ortsbildprägendes Areal erwerben. In den Ortsteilen sei man auf dem besten Weg, teils mit Zuschüssen des Landes, teils mit Eigenmitteln, Leerstände zu schließen. Ziel sei es hier, jungen Familien eine Möglichkeit zu geben in ihren Dörfern zu bleiben.

Viel Applaus

Für das Jahr 2019 sind weitere Projekte geplant: Zum einen wird auf dem ehemaligen Areal des Hallenbades der Neubau des Umschulungszentrums großen Raum einnehmen. In diesem Zusammenhang habe der Gemeinderat auch die Neugestaltung des zentralen Omnibusbahnhofes in Angriff genommen.

Nach notwendig gewordenen weiteren Untersuchungen in der Langen Gasse erwarte die Stadt den Baubeginn ebenfalls in diesem Jahr.

Perfekt intoniert trugen Simonetta Schmalz und Nina Linder mehrere Stücke auf dem Klavier vor. Lang anhaltender Applaus offenbarte: Den Senioren hat’s gefallen. Eine Stippvisite auf der Bühne gaben auch die Sternsinger aus Niederstetten.

Die Grüße der beiden Kirchengemeinden überbrachte der evangelische Pfarrer Roland Silzle. Die Jahreslosung: „Suche Frieden und jage ihm nach“ verpackte der Geistliche in eine amüsante, humorvolle Kurzgeschichte rund um die Kuh Frida.

Im Anschluss gab’s bei Kaffee und Kuchen viel zu erzählen und es wurden jede Menge Anekdoten wieder ins Gedächtnis gerufen.