Niederstetten

Kommunen Pelgrim soll auf erklärten Rückzug verzichten

Tritt Haller OB doch wieder an?

Schwäbisch Hall.Ein Paukenschlag folgte seinerzeit am Schluss: „Das war meine letzte Einbringung eines Doppelhaushalts“, sagte der Haller Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim am Ende seiner eineinhalbstündigen Haushaltsrede im Gemeinderat. So ganz nebenbei brachte der 60-Jährige damit zum Ausdruck, dass er bei der nächsten OB-Wahl im Jahr 2021 nicht mehr antritt. Er habe Lust auf etwas Neues und will dazu „zum richtigen Zeitpunkt das Richtige sagen“, erläuterte der Rathauschef auf Nachfrage. Das war im Oktober 2019.

In der Corona-Krise kommt nun das Gerücht auf, dass der Haller Oberbürgermeister doch noch einmal für eine vierte Amtszeit antrete. „Ich bestätige, dass ich nicht nur von Gemeinderäten, sondern von vielen Bürgern gefragt worden bin, ob ich nicht doch weitermache“, sagt Pelgrim auf Nachfrage der örtlichen Tageszeitung. Im Zuge der Corona-Krise sei er vor allem von mehreren Gemeinderäten aus Reihen der Fraktionen CDU, SPD, FWV und FDP angesprochen worden, ob es nicht doch erforderlich sei, dass er noch einmal im nächsten Jahr für weitere acht Jahre kandidiere.

„Noch nichts entschieden“

„Ich habe darum gebeten, mir Bedenkzeit zu geben. Es ist noch nichts entschieden“, macht Pelgrim deutlich. Die Sorge sei da, dass die Stadt in einer Übergangsphase vor die Wand fahre. Schwäbisch Hall stehe vor einer gigantischen Herausforderung, um die ökonomischen Folgen der Corona-Krise zu bewältigen. Voraussetzung für seine erneute Kandidatur wäre ein breiter Schulterschluss im Gemeinderat. cus