Niederstetten

Umweltdelikt Rothenburger Polizei kann nach einem Jahr Detektivarbeit Erfolg verbuchen

Puzzleteile führen auf Spur der Täter

Tatverdächtige zu einem Umweltdelikt hat die Rothenburger Polizei ermittelt. Voraus ging im wahrsten Sinne des Wortes eine Puzzlearbeit.

Buch am Wald. Kleinste Papierschnipsel, die puzzleartig zusammengesetzt werden mussten, ein zerknüllter Tankbeleg sowie sechs Jahre alte Fragmente eines Kontoauszuges führten die Rothenburger Polizei nun zu den Tatverdächtigen eines Umweltdelikts. Die Tat hat sich im Frühjahr 2020 auf dem Gebiet der Gemeinde Buch am Wald südöstlich von Rothenburg zugetragen hatte.

Wie insbesondere in einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Rothenburg vom 14. April 2020 berichtet, hatten zunächst Unbekannte mehrfach zahlreiche prall gefüllte Abfallsäcke mit Hausmüll sowie weiteren Unrat in das Froschbächlein zwischen Morlitzwinden und Gastenfelden geworfen.

Gemeindearbeiter entsorgten laut Polizeiangaben den Müll und stießen bei akribischer Durchsicht auf die beschriebenen Papierreste, die den polizeilichen Sachbearbeitern übergeben wurden.

Die aufgefundenen „Mosaiksteine“ konnten von den Polizeibeamten nach und nach zusammengesetzt werden und brachten über längst nicht mehr aktuelle Daten konkrete Hinweise auf ein zur Tatzeit im Raum Dinkelsbühl lebendes Ehepaar. Gegen die 39 und 41 Jahre alten Tatverdächtigen, die den sperrigen Unrat an ihrem Anwesen zwei unbekannten Männern zur Entsorgung mitgegeben haben wollen, wird Strafanzeige wegen Gewässerverunreinigung erstattet. Die Gemeinde Buch im Wald kann nun darüber hinaus ihre Unkosten in Rechnung stellen. mrz/pol