Niederstetten

Leserbrief Zu „Einmal aussetzen – kein Weltuntergang“ (FN 14. Dezember)

Jahresabschluss generell verändern

Es ist für mich in keiner Weise nachvollziehbar, dass man immer noch so sehr an einer „so genannten Tradition“ festhält, die nachweislich die Umwelt, die Natur und alle Lebewesen auf unserem Planeten sehr stark gefährdet und ihnen unvergleichlich und enorm schadet.

Nachweislich gelangt an Silvester etwa ein Sechstel der Feinstaubmenge in die Atmosphäre, die sonst das ganze Jahr über aus dem Straßenverkehr dazu kommt.

Wie können wir Menschen in der heutigen Zeit offenen Auges und wachen Verstandes dieser „so genannten Tradition“ noch nachgehen wollen beziehungsweise darüber starke Kritik äußern, nur weil man es dieses mal nicht praktizieren darf. Gute Tradition ist eigentlich eine sehr schöne und eine in meinen Augen wertvolle Angelegenheit, die man auch schätzen und schützen beziehungsweise weiter sehr unterstützen und pflegen sollte.

Dabei sollte man aber nach meiner Meinung nur Tradition und solche Bräuche fördern und schützen, die nach heutiger Sicht keinen Menschen stark gefährden oder zu persönlichen Schaden bringen und nur solche Dinge, die nicht in erheblichem Ausmaß die Umwelt und die Natur und Lebewesen und damit unserer Erde so sehr schadet, wie das bis jetzt zweifelsfrei die Silvesterböllerei weltweit tut. Corona ist eine ganz, ganz schlimme Sache beziehungsweise Krankheit, doch gerade in dieser Pandemie hat auch ein Teil der Menschheit schon bewiesen, wie kreativ der Homo sapiens sein kann, wenn er dazu genötigt beziehungsweise gezwungen ist.

Beispiele hierfür gibt es mittlerweile für den aufmerksamen Beobachter viele. Nun wäre jetzt endlich die Zeit gekommen, eine ganz neue Silvestertradition zu entwickeln, die dazu führt, keine Umweltschäden zu fördern und keine Lebewesen zu schädigen und somit die Natur insgesamt zu bewahren. Es wäre jetzt unbedingt an der Zeit, Kreativität zu zeigen, so dass man am letzten Tag des Jahres generell Dinge tut, die die Menschen zusammen führen, aber auch besonders der Umwelt und Natur und unseren tierischen Mitbewohnern keinen zusätzlichen Schaden zufügen.

Also nicht einmal aussetzen, sondern generell verändern: das wäre auch kein Weltuntergang, sondern das Gegenteil.

Unsere Kinder und Enkelkinder werden es uns danken, auch wenn sie es heute vielleicht teilweise noch nicht einschätzen können.