Niederstetten

Im Zentrum für Lehrerbildung Einführung in die russische Kulturgeschichte mit Michail Schischkin

Helden entspringen direkt der Literatur

Archivartikel

Schwäbisch Hall.Das Haller Kulturbüro und das Zentrum für Lehrerbildung bieten in der Reihe „Literatur live“ eine Lesung im Kaisersaal der Comburg an.

Am Donnerstag, 5. Dezember um 19.30 Uhr präsentiert der russisch-schweizerische Autor Michail Schischkin im Gespräch mit dem ehemaligen Comburg-Direktor Hans-Reiner Soppa seine außergewöhnliche russische Kulturgeschichte.

Michail Schischkin ist laut der Neuen Züricher Zeitung „nicht nur ein begnadeter Romancier und heller politischer Kopf, er forscht auch immer wieder der russischen Kulturgeschichte nach.“

Nun legt er dazu ein Multimediaprojekt vor. Seine Helden kommen aus der Literatur (Nicolai Gogol, Iwan Turgenjew), der bildenden Kunst (Juri Wasnezow, Ilija Repin) und der Musik (Sergej Rachmaninow, Igor Strawinsky).

Michail Schischkin, geboren 1961 in Moskau lebt seit 1995 in der Schweiz und arbeitet als Lehrer, Journalist und Übersetzer. Schischkin wurde mit den drei wichtigsten russischen Literaturpreisen ausgezeichnet. Der Roman „Das Venushaar“ erhielt den Internationalen Literaturpreis in Berlin. „Die Eroberung von Ismail“ wurde mit russischen Booker-Preis für den besten Roman des Jahres ausgezeichnet. Schischkins Bücher wurden in 30 Sprachen übersetzt und seine Essays in internationalen Medien publiziert.

„Tote Seelen, lebende Nasen“ umfasst 16 Texte, aber auch Bilder, Musik und Filmauszüge. Der Titel bezieht sich auf Gogols Werke „Die toten Seelen“ und „Die Nase“.

Multimedial angelegt

„Mein Buch ist für ein breites Publikum bestimmt, für alle Leserinnen, die sich für Literatur, Kunst, Theater, Film, Musik und Geschichte interessieren. Ein multimediales Projekt, das diesen Einstieg attraktiv und spannend macht“, sagt Schischkin.

Kürzlich erschienene Bücher von Michail Schischkin: „Frieden oder Krieg. Russland und der Westen“ Eine Annäherung von Fritz Pleitgen und Michail Schischkin; „Der Buchstabe auf Schnee. Drei Essays. Robert Walser, James Joyce, Wladimir Scharow“.

Die nächste Lesung in der Reihe Literatur live findet am Donnerstag, 27. Februar um 19.30 Uhr im Kunstfoyer der Sparkasse statt. Katerina Poladjan liest aus „Hier sind Löwen „