Niederstetten

Landkreis Ansbach Seit 27. Dezember knapp 700 Bürger geimpft

Heimbewohner haben Vorrang

Ansbach.Seit kurzem laufen im Landkreis Ansbach und in der Stadt Ansbach die Impfungen gegen Covid-19. Seitdem wurden knapp 700 Bürger mit dem Impfstoff der Firma BionTech geimpft, wie es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes heißt

Aufgrund der sehr knappen Verfügbarkeit des Impfstoffs wurden die ersten Impfungen bei Personen der höchsten Priorität in Pflegeheimen und Kliniken durchgeführt. Außerdem erhielten die ersten Mitarbeiter des Rettungsdienstes im Ansbacher Impfzentrum am Onoldsbach die erste der beiden Impfungen gegen das Coronavirus.

Seit Mitte November liefen die Vorbereitungen für den Impfstart auf Hochtouren – „Jetzt gilt es im praktischen Impfeinsatz Erfahrungen zu sammeln und dann die Abläufe weiter zu verbessern“, so der Ärztliche Leiter des Impfzentrums, Dr. Markus Bucka. Bei der Inbetriebnahme handelte es sich um ein echtes Mammut-Projekt und man sei froh, dass man mit der Firma Ecolog einen schlagkräftigen und kompetenten Betreiber gefunden habe, so Oberbürgermeister Thomas Deffner.

Anpassungen vorgenommen

„Innerhalb kürzester Zeit ist die erforderliche Infrastruktur auf dem Messegelände für das Impf- und Testzentrum errichtet worden.“ Die Heime, in welchen bereits geimpft wurde oder in denen die Impfung in den nächsten Tagen bevorsteht, wurden entsprechend Lage, Größe und Verfügbarkeit der notwendigen Dokumente – vor allem der Einwilligungen der rechtlichen Betreuer – ausgewählt und benachrichtigt. Aufgrund der Erfahrungen bei den ersten Impfungen mussten einige Anpassungen getroffen werden, da der Zeitdruck nicht zu Lasten einer ordentlichen Anamnese bzw. ärztlichen Aufklärung gehen dürfe, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Hier hätten Sicherheit und Sorgfalt oberste Priorität, damit eine lückenlose Dokumentation erfolgen könne.

Aufgrund der begrenzten Impfstoffmenge werden derzeit zuerst Reihenimpfungen in Pflegeeinrichtungen durchgeführt. Impfungen im Impfzentrum finden aktuell nur nach ausdrücklicher Einladung der impfwilligen, priorisierten Personen durch das Landratsamt statt. Dabei haben Personen, die engen Kontakt zu der Risikogruppe haben, wie beispielsweise ambulante Pflegedienste, Rettungskräfte und Notärzte Vorrang. Bereits jetzt können sich Impfwillige über die Veröffentlichungen des Gesundheitsministeriums über die Impfungen gegen Corona informieren und bei Bedarf mit dem Hausarzt über eventuelle Impfrisiken sprechen. „Ich werbe dafür, sich impfen zu lassen. Die Impfung kann Leben retten und Gesundheit schützen – - und sie trägt dazu bei, dass wir wieder zu unserem gewohnten Leben zurückkehren können“, so Landrat Dr. Jürgen Ludwig.

Sobald dem Impfzentrum kontinuierlich in größeren Mengen Impfstoff zur Verfügung steht, wird auch über 80-jährigen, die nicht in Heimen leben, eine Impfung ermöglicht. Diese Personen werden rechtzeitig über die Möglichkeit einer Terminvergabe informiert.

Es werde um Verständnis gebeten, dass anfangs nur eine sehr begrenzte Terminanzahl zur Verfügung stehen werde, heißt es abschließend.