Niederstetten

Kindergärten Neue Leitungen der städtischen Einrichtungen in Niederstetten und Vorbachzimmern stellten sich dem Gemeinderat vor

Führungskräfte aus eigenen Reihen

Archivartikel

Rinderfeld.„Fantastisch“, „Ich bin hin und weg“: Bürgermeisterin Heike Naber ließ ihrer Begeisterung über die riesige Zuhörerresonanz bei der Niederstettener Gemeinderatssitzung im Stadtteil Rinderfeld freien Lauf.

Erster Tagesordnungspunkt war die Vorstellung der neuen Leitungsteams der städtischen Kindergärten in Niederstetten und Vorbachzimmern. In beiden Fällen sei es gelungen, die Führungskräfte aus dem Kreis der Mitarbeiter zu gewinnen, freute sich Naber. Diese seien nicht nur für Erziehung, Bildung und Betreuung der Kinder, sondern auch für die Betriebsführung verantwortlich. Deshalb seien nicht nur pädagogische, sondern auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse nötig.

Der Dr. Jürgen-Rau-Kindergarten Niederstetten wird neuerdings von Annika Häusl geleitet, die sich durch eine Weiterbildung zur Fachwirtin im Erziehungswesen für das Amt qualifiziert hat. Sie stellte sich dem Gremium kurz vor und berichtete, dass sich der Kindergarten zurzeit im „Öffnungsprozess“ befinde. Gemeinsam mit den Kindern werde die Einrichtung eingeräumt und Veränderungen vorgenommen. Aufgrund der Größe de s Niederstettener Kindergartens hat Häusl zwei Stellvertreterinnen: Sabine Kaiser-Pollok und Jutta Löblein.

Der Kindergarten „Wolkenschloss“ in Vorbachzimmern wird künftig von Christian Hachtel geleitet, der von 1995 bis 2008 in Oberstetten als Erzieher gearbeitet hatte und dann nach Vorbachzimmern gewechselt war. Er sprach von einer „ganz tollen Herausforderung, sich eine Arbeitsstelle zu schaffen, wie man sie braucht“. Im letzten Jahr sei man mit der Bildung des „ganz jungen Teams“ beschäftigt gewesen, was „ganz erfolgreich gelungen“ sei. Seine Stellvertreterin ist Christine Eggler.

Stadtrat Klaus Lahr wollte von Christian Hachtel wissen, wie die „Stimmung“ bei den Eltern im Kindergarten Vorbachzimmern sei, der aufgrund von „Gewitterwolken“ ja ein „Sorgenkind“ gewesen sei. Hachtel bestätigte, dass die „Eltern wegen der Vorgeschichte sehr aufgelöst“ gewesen seien, nun aber wieder Vertrauen gefasst hätten. „Ich habe dem Kindergarten wieder einen Rahmen gegeben“, sagte er, weshalb es „seit einem Jahr keine Weggänge mehr gegeben“ habe. Die Bürgermeisterin bestätigte, dass es „keine prinzipiellen, generellen Probleme mehr gebe“. Auf Nachfrage bei ihr erfuhren die Fränkische Nachrichten, dass die Stadt „unüberbrückbare Differenzen“ mit der vorherigen Kindergartenleiterin hatte, von der man sich wegen „unterschiedlicher Auffassungen bezüglich der pädagogischen Ausrichtung und der Personalführung“ getrennt habe.

Einstimmig bestätigte der Gemeinderat schließlich die Besetzung der beiden neuen Kindergartenleitungen.