Niederstetten

Bundeswehr in Niederstetten Einsatzbereitschaft gegeben

„Fliegen trotz Coronavirus“

Archivartikel

Niederstetten.Die derzeitige Bedrohung durch das Virus Covid-19 beeinflusst auch den Dienstbetrieb der Niederstettener Heeresflieger.

Neben den allgemeinen Verhaltensregeln wurden laut einer Pressemitteilung des Bundeswehr-Standorts bereits Sondermaßnahmen befohlen: Reduzierung der Anzahl und Teilnehmerzahl von Besprechungen, räumlicher Abstand untereinander sowie feste Essenszeiten zur Vermeidung von großen Menschenansammlungen sind nur einige Maßnahmen. Darüber hinaus wurden fast alle Dienstreisen, Großübungen und Lehrgänge abgesagt. Wo möglich und sinnvoll, wurde „Homeoffice“ angeordnet. In einem Punkt ist die Bundeswehr weniger betroffen, wie der Rest der Bevölkerung: Der soldatische Gruß funktioniert auch ohne Handschlag.

Im Tagesbefehl vom Donnerstag versprach Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, dass „wir unseren Kernauftrag jederzeit erfüllen können“. Die Führungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft sei jederzeit gewährleistet.

Daher sind die Rettungshubschrauber auf den drei SAR-Kommandos der Niederstettener Heeresflieger unverändert rund um die Uhr einsatzbereit und es finden weiterhin Trainingsflüge statt. „Unabhängig von der Corona-Pandemie müssen wir uns weiterhin auf den bevorstehenden Afghanistan-Einsatz vorbereiten. Hierzu sind Übungsflüge bei Tag und Nacht notwendig, um die Besatzungen bestmöglich zu qualifizieren“ erklärte der Regimentskommandeur Oberst Peter Göhringer gegenüber den Fränkischen Nachrichten.

Bereitete sich die Bundeswehr bisher eher auf Einsätze im Krisenfall oder bei Naturkatastrophen vor, steht derzeit der „Krieg gegen Covid-19“ im Fokus. Hinsichtlich Anträgen auf Amtshilfe anderer Behörden antwortete Göhringer: „Wir halten uns bereit. Unser Land kann sich auch in dieser außergewöhnlichen Krise auf seine Soldaten verlassen.“ bw