Niederstetten

Leserbrief Zum Windkraftanlangen-Bau im ländlichen Raum

Erholung in „Spargellandschaften“?

Jedes Jahr lädt Rudolf Bühler – Mitbegründer der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall – zum Hoffest in Wolpertshausen ein. Tausende Menschen folgen dem Aufruf. Oft von weither kommend. Seit Jahren bin ich auch dabei. Von Weikersheim mit dem Pkw, nach Wolpertshausen. Der Weg dorthin ist auch zur „Spargellandschaft“ geworden. Genauso rücksichtslos wurden die Windräder in die Hohenloher Landschaft gebaut, wie im „Lieblichen Taubertal“. An jenem Sonntag erlebte ich, dass alle Windräder abgeschaltet waren. Das war ein Anblick für Götter – die Sonne brannte vom Himmel und 50 bis 60 Windräder waren unnütz. Das ging den ganzen Tag so. Das hätten mal die Märchenerzähler von den „Grünen“ erleben müssen.

Warum schreibe ich darüber? Weil am 5. September die Verfechter der Windräder und Herr Altmaier zum maßlosen Ausbau der Windkraft in der Bundesrepublik Deutschland aufgerufen haben. Die werden es wohl nie begreifen, dass die Energiewende allein durch Windräder nie im Leben möglich ist.

Windräder machen nur dann einen wirtschaftlichen Sinn, wenn diese immer auf Volllast Strom erzeugen. Dazu fehlt uns aber der nötige Wind. In Küstengewässern siehts anders aus. Gesetz müsste werden: Windräder kann ich nur an Orten bauen, wo auch der Wind weht. Bevor gebaut wird, müssen Messungen gemacht werden, ob es überhaupt Sinn macht. Fakt ist nämlich auch: Dort, wo ein Rad gebaut wird, haben sämtliche Bürger Minderungen der Werte an Haus und Hof. Immobilien zu ertragen, je näher umsomehr – und die Gesundheit der Bewohner leidet.

Es wird also Zeit, dass wir die Menschen unter Artenschutz stellen und nicht nur Flora und Fauna. Es geht um unseren Lebensraum.

Franz Untersteller, der Minister für Umwelt, hat gesagt, der ländliche Raum muss den Strom der Zukunft liefern. Nein, so geht es nicht – die Windräder müssen dann auch in Heidelberg, Stuttgart – also in Städten gebaut werden.

Was glauben Sie, werden die Urlauber sagen, die aus aller Welt zu uns kommen, wenn wir nur noch „Spargellandschaften“ zur Erholung anbieten? Was hat dieser ganze Unfug noch mit Natur zu tun?