Niederstetten

Leserbrief Zur Schließung der Postfiliale im Röttinger Rathaus

Der Vergleich läuft schrecklich schief

Archivartikel

Es reicht offensichtlich nicht, dass der Appell des Landratsamtes und des Gemeindetags im Landkreis Würzburg im Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft, sozusagen als Ergänzung zur Allgemeinverfügung der bayerischen Landesregierung vom 21. März veröffentlicht wurde. Das war die Gelegenheit des damaligen Röttinger Bürgermeisters gleich in zwei gesonderten Erklärungen, seine Mitbürger auf dem letzten Meter seiner Amtszeit, noch einmal so richtig in den Senkel zu stellen: „So entschlossen wie unser Ministerpräsident Dr. Markus Söder im Großen handelt, so handle ich im Kleinen, solange ich noch die Verantwortung für die Stadt und vor allem auch für meine Mitarbeiter habe, ebenso entschlossen und klar. Ohne Wenn und Aber! Auch als Hausherr habe ich über die Schließung der Postfiliale entschieden …“

So ist – um nur ein Beispiel zu benennen – in Ziffer 5c der Allgemeinverfügung, die Post ausdrücklich von der Schließung ausgenommen. Diese im napoleonischen Kommandostil formulierte „Fürsorglichkeit“ macht einmal mehr deutlich, dass der frühere Bürgermeister der Festspielstadt an der Tauber Maß und Ziel verloren hat.

So läuft der Vergleich mit Markus Söder schrecklich schief. Immerhin haben es Söder und Merkel regelmäßig geschafft, ihren Staatshaushalt für das folgende Haushaltsjahr – im Milliardenformat – pünktlich vor dem 31. Dezember aufzustellen, während die Röttinger Bürger immer noch auf den Haushalt 2020 warten.